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Berneck

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  • Niklaus Geiger (links) und Kurt Schmidheiny vor ihrem Bienenhaus.
    Niklaus Geiger (links) und Kurt Schmidheiny vor ihrem Bienenhaus. (ag)
  • Niklaus Geiger (links) und Kurt Schmidheiny vor ihrem Bienenhaus.

Ein humorvolles Bienenparadies

Anina Gächter Kommentare

Man sieht sie oft im Rheintal, die kleinen, meist aus Holz gebauten Häuschen mit bunten Anflugbrettern für Bienen. Ein besonderes Exemplar befindet sich in Berneck.

Gleich hinter dem Schützenhaus steht, umgeben von Hibiskus-Büschen und Blumen ein grosses, zweiteiliges Bienenhaus. Das Spezielle daran? Über jedem Anflugbrett hängt ein Bild, das auf witzige Art die Arbeit eines Imkers zeigt. So muss sich dieser beispielsweise hinter einem Baum verstecken, weil Bären den Honig plündern oder er stürzt von der Leiter, als beim Versuch, die Waben zu ernten, ein Stier die Leiter umwirft. Gemalt wurden die Bilder von Kurt Schmidheiny. Die Idee dazu habe er aus Slowenien, wo Bildchen und Zeichnungen an Bienenhäusern weit verbreitet seien.

Nach dem ihm zwei Bekannte vor fünf Jahren ihre Bienenhäuser überliessen, beschloss Schmidheiny mit seinen Freunden Niklaus Geiger und Stefan Köppel eine Bienenzucht aufzubauen. Sie besuchten den Imkergrundkurs, liessen sich zu zertifizierten Siegelimkern ausbilden und traten dem Imkerverein Unterrheintal bei. Mittlerweile züchten sie nicht nur Bienen, sondern pflanzen auch rund um das Häuschen bienenfreundliche Blumen, Büsche und Bäume an. „Wir wollen auch andere Leute dazu bewegen, vermehrt einheimische Pflanzen zu sähen. Diese können dem knappen Blütenangebot im Sommer am besten entgegenwirken“, erklärt Niklaus Geiger.

In der Nachbarschaft findet das Projekt Anklang. „Ich finde es sehr lobenswert, dass die drei Freunde etwas Gutes für die strapazierte Natur tun“, meint Anwohner Lutz Schmidt, der beim täglichen Spaziergang oft an dem Bienenhaus vorbeikommt. Zudem seien die Blumen und Büsche wunderschön anzusehen.

Wer das Bienenhaus und die Bilder selbst einmal näher betrachten möchte, kann dies bedenkenlos tun. Verhält man sich ruhig, nehmen die Bienen kaum Notiz. Am besten parkiert man beim Gemeindehause Berneck und spaziert entlang der Taastrasse  und Schützenhausstrasse zum Schützenhaus oder parkiert direkt beim Schützenhaus.