rheintaler.ch

Regionalsport

Joshua Boehrer ist der neue Präsident des Vereins Pokalturnier-Freunde, der das Fussballfest organisiert. Er freut sich auf ein spannendes Turnier auf der Rebsteiner Birkenau.
Joshua Boehrer ist der neue Präsident des Vereins Pokalturnier-Freunde, der das Fussballfest organisiert. Er freut sich auf ein spannendes Turnier auf der Rebsteiner Birkenau. (Bild: ak)

Ein Herzenswunsch und eine Nummer 1

Interview: Andrea Kobler Kommentare

OK-Präsident Joshua Boehrer spricht über das zweite Pokalturnier während der Corona-Pandemie. Es beginnt am Mittwoch.

Joshua Boehrer übernahm das Präsidium des Vereins Pokalturnier-Freunde in einer Zeit voller Ungewissheiten. Dennoch hat er zusammen mit den anderen OK-Mitgliedern das Turnier innert kürzester Zeit organisiert. Neben Fussball gibt es in kleinem Rahmen auch ein Unterhaltungsprogramm.

Am Mittwoch, 21. Juli, startet das Pokalturnier. Weshalb freuen Sie sich auf den Anpfiff?

Joshua Boehrer: Ich freue mich seit Jahren immer auf das Pokalturnier. Früher als Spieler von Au-Berneck, seit sieben Jahren als Spieler von Rebstein. Nun das zweite Mal als OK-Mitglied, dieses Jahr zum ersten Mal als Präsident. Die letzten Vorbereitungswochen waren intensiv, nachdem die längerfristige Planung von Ungewissheit geprägt war. Wir mussten die definitiven Entscheide immer wieder hinausschieben. Deshalb bin ich froh, geht es nun endlich los.

Weshalb hat es Sie zum FC Rebstein gezogen?

Mein Vater Guido – er ist heute Sportchef bei Au-Berneck – durchlief hier die Juniorenabteilung und spielte später in der ersten Mannschaft. So hatte ich immer einen Bezug zu Rebstein. Ich wuchs in Heerbrugg auf und spielte bei Au-Berneck. Als ich nach Rebstein wechselte, sagte mir der Verein vom Umfeld her perfekt zu, auch die Mannschaft und der damalige Trainer Andy Giger. Zudem spielte Rebstein damals noch eine Liga höher als Au-Berneck. Ich wurde sofort gut aufgenommen. Das Umfeld ist hier ausgeprägt familiär und der Zusammenhalt so stark wie wohl in kaum einem anderen Fussballclub im Rheintal. Ich sehe mich als Einheimischen – aber klar, ab und zu muss ich mir schon einen Spruch anhören.

Weshalb hat es Sie gereizt, das Amt des OK-Präsidenten zu übernehmen?

Ich konnte mir immer vorstellen, etwas in diesem Bereich zu machen. Ich habe Sportmanagement studiert und arbeite heute als Sportmanager. Als ich die Anfrage meines Vorgängers Roman Federer erhielt, ob ich sein Amt als OK-Präsident übernehmen wolle, musste ich nicht lange überlegen. Ich organisiere gern und will damit dem FC Rebstein und dessen Umfeld etwas zurückgeben.

Zurück zum Pokalturnier: Welches waren 2021 die grössten Herausforderungen in der Organisation?

Dieses Jahr stand natürlich Corona im Zentrum. Lange wussten wir nicht, ob überhaupt Fussball gespielt werden kann – seit Anfang Juni darf man wieder. Also wussten wir, dass auch das Pokalturnier durchgeführt werden kann. Ende Juni kannten wir dann auch die Rahmenbedingungen. So stellten wir das Turnier innerhalb weniger Wochen auf die Beine. Hier spielte uns in die Karten, dass die meisten OK-Mitglieder seit Jahren dabei sind und schnell und autonom auf neue Situationen reagieren können.

Besonders ist, dass alle der maximal 1000 Besucher – Teams und Zuschauer – sitzen müssen.

Wir werden dementsprechend genügend Sitzmöglichkeiten zur Verfügung stellen, und ich bin sicher, dass die Zuschauer diese auch nutzen werden. Sie kennen die aktuelle Situation auch und wissen, dass wir uns an die Vorschriften halten müssen. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass sich die Pokalturnierbesucher an die Rahmenbedingungen halten.

Denken Sie, es kommen so viele auf die Birkenau?

Ich bin selbst gespannt, glaube aber, dass die Menschen das Bedürfnis haben, wieder etwas zu erleben – und sie dankbar sind, dass in der Region etwas läuft. Das Pokalturnier zieht seit bald 60 Jahren die Menschen auf die Birkenau. Allein schon wegen der attraktiven sportlichen Affichen. Zudem versuchen wir in diesem Jahr, ein spezielles Ambiente zu gestalten. Dazu gehören Bands, die am Freitag und Samstag «unplugged» spielen. Ich bin überzeugt, die Besucher werden nach den Spielen noch gern bei uns verweilen und sich wohlfühlen.

Letztes Jahr konnten sich die Zuschauer über ein sportlich sehr hochstehendes Turnier freuen. Dieses Jahr werden die Teams wegen der Sommerferien wohl nicht in Topbesetzung antreten?

2020 war ein aussergewöhnliches Jahr mit kaum Ferienabwesenheiten bei den Teams. Dieses Jahr wird dies sicher wieder anders sein. Dessen sind wir uns bewusst. Aber ich denke trotzdem, dass sich die Teams freuen, sich wieder einmal zu zeigen und Erfahrungen zu sammeln, um danach hoffentlich wieder eine ganze Saison zu spielen.

Welche Mannschaft ist Ihr Turnierfavorit?

Der FC Rebstein wäre natürlich mein Herzenswunsch. Sportlich gesehen ist aber der FC Widnau die Nummer eins. Ich bin auch gespannt auf Rorschach-Goldach, das die letzte Saison als OFV-Zweitliga-Regionalmeister abgeschlossen hat und in die 2. Liga interregional aufgestiegen ist. Aber auch andere Vereine können am Turnier eine Überraschung schaffen und eine gute Rolle spielen.

Wird der OK-Präsident am Pokalturnier auch auf dem Rasen zum Einsatz kommen?

Leider habe ich derzeit Rückenbeschwerden, die einen Einsatz nicht zulassen. Das Ziel wäre, nochmals zurückzukehren. Ob dies möglich ist, steht derzeit aber noch offen.

Verraten Sie Ihren Wunsch für das Turnier?

Sportlich spannende Spiele, dass es keine Verletzungen gibt und dass wir das Ambiente «höckig» gestalten können, sodass es den Zuschauern gefällt und dass sie wieder kommen werden.

Folge uns: