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Eichberg

Schnelle Verbindungen werden immer wichtiger, ein Glasfasernetz garantiert dafür.
Schnelle Verbindungen werden immer wichtiger, ein Glasfasernetz garantiert dafür. (pd)

Ein eigenes Glasfasernetz geplant

Gk/red Kommentare

Die Eichberger Bürger stimmen im April ab, ob die Gemeinde in eigenes Glasfasernetz investieren soll.

Die Bevölkerung und das Gewerbe sollen eine schnellere und verbesserte Anbindung an das Internet und somit Zugang zu neuen, modernen Dienstleistungen erhalten, teilt der Gemeinderat mit. Die Da­tenübermittlung über Glasfasern stellt in keiner Weise ein Risiko für die Gesundheit dar.

Abstimmung über Bau Glasfasernetz

Am 11. April befinden die Eichbergerinnen und Eichberger an der Urne darüber, ob die Gemeinde in den Bau eines eigenen Glasfasernetzes investieren soll. Beantragt wird ein Kredit von knapp 1,3 Millionen Franken für die Realisierung des Glasfasernetzes und gut 1,6 Millionen Franken für den Bau der Rohranlagen. Das neue Glasfasernetz soll als eigenständiger Betrieb mit eigener Rechnung geführt werden und dadurch den Gemeindehaushalt nicht belasten. 

Es braucht mindestens 300 Glasfaserkunden

Die Rohranlage wird vom EW vermietet und erwirtschaftet so einen Ertrag, der die Investitionen im Laufe der Jahre amortisieren soll. Für die Finanzierung der Investitionen und des Betriebes bedarf es eine genügende Anzahl von Glasfaserkunden, die mit ihren Gebühren die 

Finanzierung decken. Dies ist 

der Fall, wenn sich mindestens 300 Haushalte für einen Anschluss an das Glasfasernetz entscheiden.

Investitionen teilweise ohnehin notwendig

Über das neue Glasfasernetz könnten auch die Smart Meter vernetzt werden. Diese neuen, intelligenten Stromzähler messen den Stromfluss laufend und senden die Daten automatisiert an das EW. Der Aufbau einer Smart-Meter-Architektur wäre bei einem Verzicht eines eigenen Glasfasernetzes ohnehin notwendig. Dies aufgrund gesetzlicher Bestimmungen. Denn die Smart Meter sind Teil der Energiestrategie 2050, welcher das Schweizer Stimmvolk im Jahr 2017 zugestimmt hat. Bis Ende 2027 müssen mindestens 80 Prozent der Messeinrich­tungen im Versorgungsgebiet einem Smart Meter entsprechen. Deshalb erachtet der Gemeinderat Eichberg den jetzigen Zeitpunkt als geeignet, über einen möglichen Glasfasernetzausbau zu entscheiden. «Der Gemeinderat diskutiert schon länger darüber, ob ein Glasfasernetz in der heutigen Zeit zur Grundinfrastruktur gehört oder nicht. Deshalb wurden auch verschiedene Abklärungen getätigt. Hinzu kommt, dass diese Abklärungen in einer Petition der 5G-Gegner zusätzlich gewünscht wurden. Dies hat den Gemeinderat dazu bewogen, den Bau des Glasfasernetzes jetzt der Be­völkerung vorzulegen», erklärt Gemeindepräsident Alex Arnold. Denn letztlich könnte in den kommenden Jahren ein grosser Teil der Kosten für den Aufbau der Smart-Meter-Architektur eingespart werden.

Steigendes Bedürfnis an schnellen Verbindungen

Durch die Digitalisierung sind die beförderten Datenmengen in den letzten Jahren generell markant gestiegen und werden künftig weiter ansteigen – auch durch neue Anwendungen. Gerade das vergangene Jahr hat gezeigt, dass die Bevölkerung je länger je mehr auf einen sicheren und leistungsstarken Internetzugang angewiesen ist. Wer mit einer schwachen Internetanbindung Homeoffice oder Homeschooling machen musste, wurde unter Umständen nervlich strapaziert. Mit dem eigenen Glasfasernetz kann die Gemeinde diese Basisinfrastruktur selbst steuern und beeinflussen. Zumal Eichberg für grosse Telekommunikationsanbieter für einen raschen Glasfaserausbau aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte wenig interessant sein dürfte. Mit der Investition in ein Glasfasernetz bleibt Eichberg als Wohngemeinde attraktiv und erhält den direkten Anschluss an die Da­tenautobahn. Hinzu kommt, dass Glasfasernetze gesundheitlich unbedenklich sind.

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