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St. Margrethen

Für einmal hatte der Männerchor Harmonie St. Margrethen zur gemütlichen Stubete eingeladen.
Für einmal hatte der Männerchor Harmonie St. Margrethen zur gemütlichen Stubete eingeladen. (Bild: René Jann)

«Eifach schöö» erntet viel Applaus

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Beim Unterhaltungsabend des Männerchors Harmonie St. Margrethen ging es fröhlich und gesellig zu.

Unter dem Motto «Eifach schöö» hatte der Männerchor Harmonie am Samstagabend nach langer Pause zum ersten Mal wieder zu einem Unterhaltungsabend in die Rheinauhalle eingeladen, um dem Publikum einen Strauss beschwingter Lieder darzubieten. Präsident Markus Auer durfte trotz heisser Temperaturen eine ansehnliche Schar Gäste willkommen heissen. Und versprach einen abwechslungsreichen Abend wie bei einer Stubete. 

So war das Programm ge­gliedert in typische und temperamentvolle Männerchorlieder, vorgetragen in verschiedenen Sprachen – und dies nicht auf einer Bühne, sondern direkt auf Höhe des Publikums im Saal. Gleich nach dem ersten Lied «Willkommen – hier und heute» geizte das Publikum nicht mit spontanem Applaus. Rassig hiess es danach «Alla mattina». Ebenso temperamentvoll lud die Sängerschar der Harmonie zum Feiern mit Freunden ein. Die Lieder «Im Krug zum grünen Kranze» und die Liebeserklärung «O bella ciao» schlossen den ersten Block ab. 

Sänger waren in vielen Sprachen unterwegs

Den zweiten Block mit typischen Männerchorliedern eröffnete Dirigent Hanspeter Bischof mit dem Trinkspruch «Erhebet das Glas». Volle Beachtung fand danach das wohlbekannte Lied des italienischen Bergsteigerchors «La Montanara», sauber interpretiert, wobei die Piano- und Forte-Passagen bestens zur Geltung kamen. «Bacchus, edler Fürst des Weins» leitete gefällig über zum Zyklus des Weins, wie er im Lied «Aus der Traube in die Tonne» besungen wurde. Im dritten Block wollte Dirigent Hanspeter Bischof auch auf die im Chor gepflegte Vielfalt der Sprachen hinweisen. Nach dem witzig inszenierten Trinkspruch «Prost, Prost, Prösterchen» brachte die Chorgemeinschaft im «Le vigneron» die französische Sprache schön ausgewogenen zu Gehör. 

Temperamentvoll folgte «Avanti allegra banda» auf Italienisch. Dabei überraschte die überaus gute Artikulation, die auch im auf Englisch gesungenen «Now, Let Me Fly» mit geradewegs durch die Register wehenden Tonfolgen gefällig zum Ausdruck kam, um zum fulminanten Schlussakkord zu wachsen. Den Höhepunkt setzte der Männerchor Harmonie St. Margrethen wohl im romanisch gesungenen «Dorma bain», bei dem Roman Camenisch als Solist in seiner Muttersprache brillierte. «Sonntagmorgen in den Bergen» war dann der Abschluss eines einmal mehr bestens gelungenen Unterhaltungsabends. 

Auflockerung durch Duo und Trio

Die lautstark geforderte Zugabe wurde gern gewährt. Das Lied «Bajazzo» schliesslich, die Zugabe, wurde von allen im Saal mitgesungenen. Für die Auflockerung des Programms vor der Kulisse einer ansprechend gestalteten Alphütte, dekoriert mit Sennenbildern von Agnes Bischof, waren die als Trio auftretenden Wildheuer aus Rebstein mit Ruedi Graf (Kontrabass und Akkordeon) sowie Martin (Gitarre / Mundharmonika) und Urban Koller (Flachmandoline und Mundharmonika) zuständig, die mit einem breiten Repertoire aus Country-, Rock- und Bluesmusik unterhielten und die Alphütte auch gleich mit einem Western-Saloon vertauschten.

Die wohl bekanntesten Titel waren sicher «Take Me Home, Country Roads» oder Polo Hofers «Alperose». Nicht minder gross war die Beachtung der Dar­bietungen des einheimischen Duos Pia (Akkordeon) und Ignaz (Schwyzerörgeli) Foppa-Kleiner, zeitweise verstärkt von Ruedi Graf am Bass. Auch beim Duo Pia und Ignaz, das sogleich Stubete-Stimmung entstehen liess, ging das Publikum mit spontanem Applaus mit, etwa als es hiess «Alls was bruchscht» oder «Der alte Jäger vom Silbertannental».

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