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Durchschnitt von Drei und Sieben ist Fünf

Günther Böhler Kommentare

FC Staad Die Seebuben sind ein Garant für torreiche Spiele. Die Hoffnung auf den Aufstieg lebt noch.

«Wir sind recht gut gestartet, hatten zwischendurch einen kleinen Durchhänger und haben die Vorrunde mit zwei Siegen wieder ordentlich abgeschlossen», umschreibt Staads Trainer Adrian Rüst den bisherigen Saisonverlauf.

Die Seebuben stellen mit 39 Toren die drittbeste Offensive in ihrer Gruppe. Doch weil die Balance zwischen Offensive und Defensive zu wünschen übrig lässt, überwintert der langjährige 3.-Liga-Vertreter auf Platz fünf. Passt genau, denn mit 25 Gegentoren liegt Staad in dieser Wertung auf Rang sieben.

Spassfaktor im Team höher als Punktestand

Den Fünf-Punkte-Rückstand auf das Spitzenduo Brühl II und Amriswil II bemisst Rüst mit «nur» und sagt: «Somit haben wir noch gute Chancen auf den Wiederaufstieg.»

«Aber wichtiger ist, dass wir in jedem Spiel Spass hatten und eine gute Truppe haben», relativiert Rüst das Saisonziel. Erstmals seit Jahren habe der Verein ohne eigenes Zutun zahlreiche neue Spieler nach Staad locken können. Zudem wurden zehn A- und B-Junioren, die sich zum Teil zu Stammspielern entwickelt haben, in der ersten Mannschaft eingesetzt.

Daran will Staad nach der Winterpause anschliessen: «Wir möchten noch mehr Nachwuchsspieler in die erste Garnitur einbauen», sagt Rüst, «auswärtige Verstärkungen suchen wir nicht aktiv.»

Das Budget der ersten Mannschaft habe dank eines günstigen Trainerteams und keinen Punkteprämien oder sonstigen Zahlungen an die Spieler auf einen Tiefststand gebracht werden können: «Davon profitiert die Nachwuchsabteilung.»

Boris Zivaljevic traf 18-mal ins Schwarze

In sechs von zehn Spielen der Vorrunde fielen – egal ob Sieg oder Niederlage des FC Staad – mindestens sechs Treffer. Absolute Highlights waren dabei wohl der 7:3-Heimerfolg gegen Amriswil II und der 7:2-Auswärtssieg gegen Herisau III. Neben dem Kantersieg gegen die Amriswiler gab es mit dem 3:4 bei Brühl II auch gegen das zweite Topteam ein ansprechendes Ergebnis.

Top-Goalgetter war wenig überraschend Boris Zivaljevic, der 18-mal ins Schwarze traf. Valon Krasniqi (4) sowie Genc Mazreku und Bekim Izairi (je drei Tore) folgen weit abgeschlagen.

Auffallend sind auch die wenigen Strafpunkte der Seebuben, wobei Spielertrainer Rüst beim 2:3 in Wittenbach vorzeitig unter die Dusche musste und auch seinen Teil zum aktuellen Kontostand von 20 beitrug.

Günther Böhler