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Widnau

Durch den Rhein gewatet

Gert Bruderer Kommentare

Das 40. Neujahrsschwimmen der Tauchgruppe Widnau war mit dem Auftakt ins Jubiläumsjahr der 125-jährigen Internationalen Rheinregulierung (IRR) verbunden. Der Wasserstand war ungewöhnlich tief.

Gert Bruderer

Kalt war es, aber die Kälte ist nie ein Problem. Denn die aus dem ganzen Rheintal stammenden Taucher der Widnauer Gruppe benützen einen Neopren-Trockenanzug. Angenehm sei die Temperatur in diesem Anzug gewesen, sagte Marcel Fürer; der Auer Gemeinderatsschreiber ist Mitglied der Tauchgruppe und nahm am Neujahrsschwimmen teil. Höchstens an den Händen und Füssen sei es etwas kühl geworden.

Rhesi-Projektleiter ist mitgeschwommen

Diesmal hatten erstmals auch Nichtmitglieder die Möglichkeit, im Wasser dabei zu sein. Genutzt hat sie nur einer: Rhesi-Projektleiter Markus Mähr aus dem vorarlbergischen Röthis. Auch er hat einen Neopren-Anzug. Am Sonntagmorgen, meinte er, sei er noch Skifahren gewesen. Da habe er kälter gehabt.

Anders als sonst war der Wasserstand tief. Die Taucher konnten mitten im Rhein stehen und durchs Wasser waten. Es reichte ihnen bis zum Bauch.

Verschiedenes haben die Taucher in all den Jahren auf ihrem Weg von Kriessern bis zur Widnauer «Habsburg» schon dabeigehabt, zum Beispiel aufblasbare Haie oder ein Zelt. Diesmal führten sie wie letztes Jahr ihre Neptunfigur mit, zudem eine schwimmende Plattform mit elektronisch gesteuerter Abschussvorrichtung. Ihre Wünsche für ein gutes Jahr 2017 brachten die Taucher mit lautem Knall bei der Diepoldsauer Schrägseilbrücke unter die Bevölkerung. Ihr alle zwei Jahre wechselndes Sujet wird nächstes Jahr wieder ein neues sein.

Keine Pause bei der Brücke

Weil die Rheinregulierung ihren ersten Anlass im Jubiläumsjahr durchführte, machten die Taucher diesmal nicht bereits bei der Rheinbrücke eine kurze Pause, sondern erst beim 300 Meter weiter nördlich gelegenen Rheinschopf in Widnau. Hier konnten sie sich mit einer Zwischenverpflegung stärken. Erst nach einer knappen Stunde stiegen sie wieder ins Wasser, um sich wie in jedem Jahr zur «Habsburg» weitertreiben zu lassen, wo der schöne jährliche Anlass, wie immer im Schützenhaus, zusammen mit Angehörigen ausklingen konnte.