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Dunklere Herbsttage: Tipps für einen optimalen Einbruchschutz

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Sobald es im Herbst wieder früher dunkler wird, nimmt auch die Gefahr sogenannter Dämmerungseinbrüche wieder zu. Mit vorausschauenden Maßnahmen wie Sicherungstechnik, Fenstersichtschutz sowie wachsamen Nachbarn lässt sich das Einbruchsrisiko jedoch deutlich reduzieren.

Die Nähe von Autobahn und Grenze machen das Rheintal zu einem attraktiven Ziel für Einbrecher. Denn diese beiden Faktoren bieten Dieben optimale Bedingungen, um möglichst rasch und vor allem unerkannt zu entkommen. Dabei nutzen Kriminelle bei ihrer Diebestour meistens die berühmte Gelegenheit. So konzentrieren sie sich vornehmlich darauf, einen raschen und ungestörten Zugang zu Gebäuden und Wohnungen zu identifizieren und umgehend zu nutzen.

Ist für den Täter aber ersichtlich, dass er für den Einbruch mehr Zeit als geplant benötigt, einen höheren Aufwand betreiben muss oder die Situation für ihn unkalkulierbar ist, hat das deutlich abschreckende Wirkung.

Typische Einbruchszeiten
Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Einbrüche nur nachts erfolgen. Zu dieser Zeit sind eher unbewachte Büros, Firmengebäude oder Geschäfte ein willkommenes Einbruchsziel. In privaten Haushalten hingegen versuchen die meisten Straftäter eine Begegnung mit den Bewohnern zur Schlafenszeit, wenn möglich, zu umgehen. Die meisten Einbrüche finden hier oftmals zu Zeitpunkten statt, wenn damit gerechnet werden kann, dass niemand zu Hause ist – zum Beispiel während der Arbeitszeiten oder in klassischen Einkaufszeiten am Abend. Setzt ab Herbst dann die Dunkelheit früher ein, ist dies für schwarz gekleidete Einbrecher zudem die perfekte Tarnung.

Die wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen für Fenster und Türen
Unverschlossene oder gar geöffnete Fenster und Türen kommen förmlich einer Einladung gleich, da sie Tätern einen schnellen Zugriff auf Wertsachen bieten. Je kleiner die Hürden sind, in ein Wohnobjekt zu gelangen, umso höher ist die Einbruchswahrscheinlichkeit. Es ist daher darauf zu achten, dass Fenster und Türen beim Verlassen des Wohnbereichs stets sorgfältig abgeschlossen sind. Spezielle Zusatz-Schlösser für Fenstergriffe und Haustüren erschweren den Einstieg zusätzlich.

Ein Fenstersichtschutz wie blickdichte Plissees, Rollos oder Vorhänge sorgt zudem dafür, dass ein Mietobjekt nicht ausgespäht werden kann. Der Blickschutz sollte möglichst aus einem stark abdunkelnden, komplett undurchsichtigen Stoff bestehen, da bei lichtdurchlässigen Varianten von draußen oft noch Umrisse im Inneren erkennbar sind. Allerdings sollte bei mehrtägiger Abwesenheit dafür gesorgt werden, dass dieser nicht permanent heruntergezogen bleibt. Denn das signalisiert dem Einbrecher ebenfalls, dass er gänzlich ungestört zu Werke schreiten kann.

Ein belebtes Zuhause schreckt perfekt ab
Es gibt heutzutage zahlreiche Möglichkeiten, um nach außen den Eindruck zu erwecken, dass jemand zu Hause ist. Dank Zeitschaltuhren, Fernsteuerung oder Smart-Home-Technik können Fernseher und Stereoanlagen jederzeit aktiviert werden und auch ein Fenstersichtschutz lässt sich aus der Ferne steuern. Für weniger technisch Versierte empfiehlt es sich, im Urlaub oder bei einem längeren Krankenhausaufenthalt Freunde und Nachbarn zu bitten, in der Wohnung regelmäßig nach dem Rechten zu sehen, die Rollos hoch- und runterzuziehen, den Fernseher ein paar Stunden einzuschalten und – ganz wichtig – den Postkasten täglich zu leeren.

Effektive Prävention durch eine aufmerksame Nachbarschaft!
Eine gute freundschaftliche Nachbarschaft ist nicht nur nützlich für die Wohnungs- oder Tierbetreuung im Urlaub. Laut Polizei und der Fachstelle Schweizerische Kriminalprävention (SKP) ist ein gutes nachbarschaftliches Miteinander vor allem auch ein wirkungsvoller Einbruchschutz. Denn aufmerksame Nachbarn, die aufeinander achtgeben, machen es Einbrechern umso schwerer, unbeobachtet ihren kriminellen Tätigkeiten nachzugehen, geschweige denn ungestört Wohnobjekte auszuspionieren.

So lässt sich ein Strafdelikt vielfach verhindern, wenn eine verdächtige Person auf der Straße oder in einem Gebäude, die in der Gegend zuvor noch nie gesichtet wurden, unverzüglich der nächsten Polizeistelle gemeldet wird.

Installation von Videokameras & Alarmanlagen: Kompetente Beratung suchen
Videokameras sind hilfreich bei der Identifizierung von Tätern. Zu bedenken ist allerdings, dass sie – gerade wenn sie außen sichtbar angebracht sind – einem Täter auch einen entsprechenden Hinweis geben können, dass es etwas zu holen gibt. Daneben gibt es diverse lautstarke Alarmsysteme oder auch stumme Bewegungsmelder, über die diskret die Alarmempfangszentrale informiert wird. Bewegen sich Heimtiere frei in Wohnung und Haus können sie allerdings auch einen kostspieligen Fehlalarm auslösen. Hinzu kommt, dass die Installation und Inbetriebnahme ein fundiertes Fachwissen erfordert. Für eine angepasste individuelle Lösung empfiehlt es sich daher, eine persönliche und kostenlose Beratung bei einem Sicherheitsexperten der Polizei in Anspruch zu nehmen – zum Beispiel bei der Kantonspolizei St. Gallen unter der Telefonnummer 058 229 38 29.

Was tun nach einem Einbruchsdelikt?
Prävention ist immer das A & O. Denn ein Einbruch ist in vielerlei Hinsicht immer eine gravierende Erfahrung. Neben Verlusten an Wertsachen oder gar liebgewonnenen Erinnerungsstücken bedeutet das Eindringen von Fremden in den Wohnbereich auch immer einen drastischen Angriff auf die Intimsphäre.

Darüber hinaus gehen Diebe mit der Einrichtung nicht gerade zimperlich um und hinterlassen mit rausgerissenen Schubladen oder durchwühltem Hausstand gerne ein einziges Chaos. Ist der schlimmste Fall der Fälle eingetroffen, ist es wichtig, das Durcheinander nach einem Einbruch nicht gleich aufzuräumen, sondern zuerst die Polizei zu rufen. Bis zu deren Eintreffen sollte der Tatort unberührt bleiben, damit mögliche Spuren wie Fingerabdrücke, Fußspuren oder DNA gesichert und der oder die Täter letztendlich auch überführt werden können.

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