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  • Stiven Thür war in Montsevelier Favorit. Obwohl die Kette zweimal raus sprang, wurde er seiner Rolle gerecht. Der Bernecker ist nun gleichzeitig Schweizer Meister im Cross Country, auf der Strasse und im Quer.
    Stiven Thür war in Montsevelier Favorit. Obwohl die Kette zweimal raus sprang, wurde er seiner Rolle gerecht. Der Bernecker ist nun gleichzeitig Schweizer Meister im Cross Country, auf der Strasse und im Quer. (Bilder: Yves Solenthaler)
  • Stiven Thür war in Montsevelier Favorit. Obwohl die Kette zweimal raus sprang, wurde er seiner Rolle gerecht. Der Bernecker ist nun gleichzeitig Schweizer Meister im Cross Country, auf der Strasse und im Quer.
    Stiven Thür war in Montsevelier Favorit. Obwohl die Kette zweimal raus sprang, wurde er seiner Rolle gerecht. Der Bernecker ist nun gleichzeitig Schweizer Meister im Cross Country, auf der Strasse und im Quer. (Bilder: Yves Solenthaler)
  • Stiven Thür war in Montsevelier Favorit. Obwohl die Kette zweimal raus sprang, wurde er seiner Rolle gerecht. Der Bernecker ist nun gleichzeitig Schweizer Meister im Cross Country, auf der Strasse und im Quer.
  • Stiven Thür war in Montsevelier Favorit. Obwohl die Kette zweimal raus sprang, wurde er seiner Rolle gerecht. Der Bernecker ist nun gleichzeitig Schweizer Meister im Cross Country, auf der Strasse und im Quer.

Drei Rheintaler Goldmedaillen

Yves Solenthaler, Montsevelier Kommentare

Jolanda Neff (Frauen), Vera Schmid und Stiven Thür (beide U17) werden in Montsevelier im Kanton Jura Schweizer Meister im Cross Country. Simon Vitzthum (U23) und Jürg Graf (Ü30) holen jeweils Silber.

Yves Solenthaler, Montsevelier

Zum Auftakt am frühen Morgen gingen nicht ganz unerwartet beide Goldmedaillen ins Rheintal: Die Lüchingerin Vera Schmid (Pink Gili) und der Bernecker Stiven Thür (bsk-Graf) dominierten die Konkurrenzen in der U17.

Beide waren als Favoriten angetreten und hatten vor drei Wochen in ihrer Altersklasse bereits die nationale Goldmedaille im Strassenrennen gewonnen. Stiven Thür ist nun gar in drei Disziplinen amtierender Schweizer Meister – im Winter hatte er im Quer den Titel geholt.

Thür mit Problemen, aber klarer Taktik

Der Bernecker hatte Anfang Jahr eine selbstbewusste Ansage gemacht: «Ich will alle drei Titel gewinnen» – und er hat Wort gehalten. Im Jura hatte er zwar Probleme mit der Kette, zweimal sprang sie raus. Deshalb kam der Bündner Loris Baumann nochmals ran: «Ich habe bewusst etwas Tempo rausgenommen, um in der letzten Runde nochmals richtig attackieren zu können.»

Vera Schmid profitierte nach dem Rockgarden von einem Sturz Ronja Blöchlingers (Bischibikes) aus Heiden, danach gab sie die Führung nicht mehr ab. Blöchlinger fiel nach ihrem Sturz ganz aus dem Konzept und wurde nur Zehnte. Giara Klaiber (Ostschweiz Druck) aus Altstätten zeigte ein beherztes Rennen, musste aber hinter der Buchserin Nina Göldi mit dem vierten Rang vorlieb nehmen.

Jolanda Neff hatte in Lenzerheide als Vierte eine Steigerung gezeigt, zwei Wochen vor der EM-Titelverteidigung nähert sie sich weiter ihrer Topform.

Jolanda Neff nur von U23-Fahrerin gefordert

Die zu Saisonbeginn so starke Urnerin Linda Indergand distanzierte sie deutlich. Überrraschend war, dass die Zürcher U23-Meisterin Sina Frei bis zum Ende ihres Rennens (eine Runde weniger) Neffs Tempo mithalten konnte. Für die 24-jährige Thalerin ist es der dritte Schweizer Meistertitel in der Elite, inklusive Juniorinnen und U23 gar schon der achte.

Vorher hatten die Rheintaler auch im U23-Rennen überzeugt. Der Sieg ging zwar an den entfesselten Tessiner Filippo Colombo. Er fuhr dem Rheinecker Simon Vitzthum (Bischibikes) und dem Solothurner Albin Vital in der zweiten Runde unwiderstehlich davon. «Ich hatte erst noch versucht zu folgen», sagt der 22-jährige Vitzthum, «musste aber früh erkennen, dass ich damit nur die Medaille aufs Spiel setzen würde.» Denn von hinten nahte der 20-jährige Häädler Noah Blöchlinger (BMC-Fischer). Er konnte kurz aufschliessen, musste Vitzthum und Vital aber gleich wieder ziehen lassen. Im Duell um Silber setzte sich Vitzthum gegen den Solothurner durch.

Jürg Graf spürt den Atem der Jungen im Nacken

Bei den Masters (Ü30) hatte Jürg Graf die Schweizer Meistertitel von 2014 bis 2016 gewonnen. Gestern musste er sich dem welschen Nicolas Lüthi deutlich geschlagen geben, wurde aber immer noch Zweiter. «Ich werde älter, die Jungen drücken von hinten», sagt Graf, «zudem trainiere ich weniger als früher. Das wirkt sich halt aus.» Er wirkte dennoch zufrieden.

Dasselbe gilt auch für Thomas Litscher, der im Eliterennen hinter Nino Schurter, Mathias Flückiger, Florian Vogel und Lars Forster Fünfter wurde. Bis zwei Runden vor Schluss konnte sich der 28-jährige Thaler knapp hinter den Medaillenplätzen halten, konnte dieses Tempo aber nicht ganz durchziehen.

Schritt in die richtige Richtung für Litscher

Aber Thomas Litscher zeigte, dass sein lädiertes Becken gegenüber dem Weltcup in Lenzerheide vor einer Woche Fortschritte gemacht hat. Das dürfte für die zweite Hälfte der Weltcupsaison Vertrauen geben.