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Lutzenberg

Drei Positionen verursachen einen Aufwandüberschuss

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Das Gemeindebudget sieht Einnahmen von 6 667 400 und Ausgaben von 6 913 604 Franken vor.

Es wird somit für das Jahr 2017 mit einem Minus von 246 105 Franken gerechnet. Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen um 3,7 Prozent. Der Steuerfuss soll auf 3,8 Einheiten belassen werden. Trotz des Mehraufwands werden im Finanzplan ab 2021 wieder Überschüsse prognostiziert. Aufgrund der Prognose des Kantons rechnet auch die Gemeinde Lutzenberg mit einem Mehrertrag von 3,5 Prozent der Steuereinnahmen bei den juristischen Personen. Die übrigen Einnahmen bewegen sich im Rahmen der Vorjahre.

Das Gemeindearchiv wird modernisiert

Auf der Aufwandseite – und damit ausschlaggebend für den Aufwandüberschuss – sind drei Positionen erwähnenswert. Zum einen die Beiträge an Gemeinden und Zweckverbände: Die Gemeinderäte Walzenhausen, Lutzenberg und Reute haben die Regionalisierung ihres Grundbuchamtes, mit Sitz in Walzenhausen, beschlossen. Der Aufwand dafür beträgt 56 200 Franken pro Jahr. Dann ist das Gemeindearchiv Lutzenberg eines der letzten im Kanton, das noch nicht katalogisiert, strukturiert und mit dem Staatsarchiv verbunden ist. Dies soll in den nächsten zwei Jahren erfolgen. Für die fachgerechte Auf- und Bearbeitung der etwa 240 Laufmeter Dokumente sind in den nächsten zwei Jahren je knapp 70 000 Franken zu investieren. Der dritte Posten ist das Seniorenwohnheim Brenden: Die kantonalen Vorgaben bezüglich Nachtbetreuung haben Auswirkungen auf den Stellenplan und verursachen dementsprechend einen Mehraufwand. Erstmals schliesst das Konto des Seniorenwohnheims Brenden nicht ausgeglichen ab; es wird ein Aufwandüberschuss von 132 725 Franken ausgewiesen. Der Grund dafür ist, dass im Konto «Spezialfinanzierung» der dafür nötige Betrag nicht mehr ausreichend vorhanden ist.

Die Voranschläge der sich selbst finanzierenden Bereiche Wasser, Abwasser und Abfall basieren auf unveränderten Tarifansätzen. In der Investitionsrechnung sind Vorhaben von 937 000 Franken aus den Bereichen Strassen/Beleuchtung, Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung vorgesehen. Die ordentlichen Abschreibungen werden mit 258 200 Franken budgetiert. Der Voranschlag wird den Stimmberechtigten am 27. November unterbreitet. Am Montag, 7. November, 19 Uhr, informiert der Gemeinderat im Hotel Hohe Lust über die Details zum Voranschlag 2017. (gk)