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Bei den Schweizern – hier die U18 – lief nicht alles nach Plan.
Bei den Schweizern – hier die U18 – lief nicht alles nach Plan. (Fabio Baranzini, Swiss Faustball)

Drei Mal Bronze – kein Schweizer Exploit

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An den Faustball-Europameisterschaften in Vaihingen (Deutschland) blieb ein Exploit aus Schweizer Sicht aus. Alle drei Teams – die U21 der Männer, sowie die U18 der Männer und Frauen – müssen sich mit Bronze zufriedengeben.

Dass die Schweiz beim Nachwuchs aktuell die Nummer drei in Europa ist, haben die letzten grossen Titelkämpfe gezeigt. Entsprechend starteten alle drei Schweizer Equipen als Aussenseiter in die EM, machten sich aber allesamt Hoffnungen auf den Finaleinzug.

Am ehesten hatte man diesen Exploit den U18-Männern zugetraut. Denn dort spielen etliche NLA-Stammkräfte mit, die sich das hohe Spielniveau gewohnt sind, einer von ihnen ist Jonas Tremp vom SVD Diepoldsau-Schmitter. Wozu das Team der Nationaltrainer Fabio Kunz und Thomas Rüegsegger fähig ist, zeigten sie im Vorrundenspiel gegen Titelverteidiger Deutschland. Dort erspielten sie sich drei Matchbälle und mussten sich erst mit 14:15 im Entscheidungssatz geschlagen geben.

Entsprechend starteten die U18-Männer mit viel Zuversicht ins Halbfinalspiel gegen Österreich. Nach verlorenem Startsatz konnten die Schweizer reagieren und das Spielgeschehen wieder ausgleichen. Doch je länger die Partie dauerte, desto mehr Fehler schlichen sich ins Schweizer Spiel ein, während die Österreicher sehr stark standen in der Abwehr und vorne geschickt punkteten. So gabs am Ende eine 1:3-Niederlage. Im Bronzespiel gegen Italien feierten die Schweizer einen 3:1-Sieg, wobei sie im vierten Satz mehrere Satzbälle abwehren mussten.

Sieben Matchbälle abgewehrt

Genau wie ihre Kollegen belegten die U18-Frauen (ohne Rheintaler Beteiligung) nach der Vorrunde den dritten Rang und duellierten sich im Halbfinal mit Österreich. Gegen die Österreicherinnen rechneten sie sich Chancen aus. Doch die Equipe spielte übers gesamte Spiel hinweg zu wenig konstant. Sie konnten zwar in den Sätzen zwei und drei spektakuläre Comebacks feiern – im dritten Durchgang wehrten sie sieben (!) Matchbälle ab –, verloren aber letztlich dennoch mit 0:3. Das abschliessende Bronzespiel gegen Italien war dann eine klare Angelegenheit für die Schweizerinnen, die das Spiel mit 3:0 gewannen und damit ihr Minimalziel erreichten.

Kaltschnäuzigkeit hat gefehlt

Die U21-Männer mit den Widnauern Neel Frei, Jun Heule und Gian Kunz holten sich in der Gruppenphase ebenfalls den dritten Rang, was zu einem Halbfinalduell mit Deutschland führte. Dort konnten die Schweizer in den ersten beiden Sätzen mithalten, jedoch ohne einen Durchgang für sich zu entscheiden. «Uns fehlte die nötige Kaltschnäuzigkeit im Angriff und so verloren wir am Ende deutlicher, als das Spielgeschehen auf dem Platz war», sagte Trainer Mathias Ziereisen nach der Partie, die mit 0:3 verloren ging. Im Bronzespiel wurden die Schweizer ihrer Favoritenrolle gegen Italien souverän gerecht. Sie feierten einen diskussionslosen 3:0-Erfolg.

Europameisterschaften in Vaihingen (De). U21 Männer. Halbfinal: Deutschland vs. Schweiz 3:0 (11:9, 11:9, 11:3). – Platz 3: Schweiz vs. Italien 3:0 (11:6, 11:4, 12:10). – Final: Österreich vs. Deutschland 0:3 (9:11, 4:11, 11:13).
U18 Frauen. Halbfinal: Deutschland. vs. Italien 3:0 (11:0, 11:1, 11:3), Österreich vs. Schweiz 3:0 (11:3, 11:9, 14:12). – Platz 3: Schweiz vs. Italien 3:0 (11:4, 11:5, 11:4). – Final: Deutschland vs. Österreich 3:2 (15:13, 13:15, 10:12, 11:5, 11:7).
U18 Männer. Halbfinal: Deutschland vs. Italien 3:0 (11:9, 11:6, 11:3), Österreich vs. Schweiz 3:1 (11:6, 6:11, 11:7, 11:5). – Platz 3: Schweiz vs. Italien 3:1 (. – Final: Deutschland vs. Österreich 3:2 (11:5, 11:9, 7:11, 8:11, 11:5).

 

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