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Altstätten

Ibrahim Alayan versprüht viel Zuversicht und freut sich auf den Start im Drei König.
Ibrahim Alayan versprüht viel Zuversicht und freut sich auf den Start im Drei König. (Bild: Gert Bruderer)

Drei König wird mediterran

Gert Bruderer Kommentare

Das Restaurant im Drei König wird ab 9. Juli Mandaloun heissen. Die Familie Alayan übernimmt das Lokal.

Das Lokal übernehmen der 37-jährige, aus dem Libanon stammende Ibrahim Alayan und seine Gattin Rashan, eine Rumänin. Ihre Tochter Leila Alessia ist noch im Vorschulalter.

Die Familie hat vor, sich in Altstätten niederzulassen und verlegt im September den Wohnsitz von Chur hierher, wo sie eine der Wohnungen im Drei König beziehen wird. In der Churer Altstadt betreibt ein Bruder des neuen Pächters seit drei Jahrzehnten sein eigenes Restaurant – das Valentinos. Ein anderer Bruder hat bei einem Anbieter von Internetfernsehen eine Kaderposition.

Zwei Jahre beim Bruder gekocht

Ibrahim Alayan selbst hat vor einem Jahrzehnt eine berufliche Wende vollzogen. Er sagt, er sei ursprünglich Informationstechnologe gewesen und habe vier Jahre in Katar bei einer Bank gearbeitet, bevor er in die Gastronomiebranche wechselte, die ihm mehr zusage. Zu seinen beruflichen Stationen gehörten etwa die Tätigkeit als Sales Manager für Lavazza-Kaffee in Katar von 2011 bis 2014 oder sein Wirken für Julius Meinl als Area Manager in Dubai.

Auch seiner Frau sei die Gastronomiebranche nahe, sagt Ibrahim Alayan; in Lausanne habe sie einen Bachelor erworben.

In die Schweiz kam Ibrahim Alayan vor zwei Jahren. Seither arbeitete er in Chur bei seinem Bruder in der Küche. Er versteht inzwischen recht gut Deutsch, verständigt sich aber vorzugsweise in Englisch und sagt: Deutsch werde er natürlich unverzüglich lernen, das sei klar.

Der Ort «ist für Erfolg prädestiniert»

Ibrahim Alayan ist die Vorgeschichte des Altstätter Traditionshauses Drei König bekannt. Seit dem Wegzug der langjährigen Wirtefamilie Lütolf haben die Eigentümer dreimal gewechselt, seit drei Jahren gehört das Haus dem Privatmann Ronen Nir, der im Kanton Zürich lebt. Der Versuch, das ehemalige Speiserestaurant wieder zu beleben, ist bisher nicht geglückt.

Der neue Pächter sagt, ein so schönes historisches Gebäude, direkt am Tor zur Altstadt, müsse ganz einfach Erfolg bringen, sofern man das Geschäft mit Leidenschaft und guter Küche betreibe. Die neue Aufgabe beabsichtige seine Familie mit einer klaren Linie und Nähe zu den Gästen zu erfüllen, wobei Falafel- und Humus-Gerichte, aber auch Straussenfleisch-Spezialitäten im Zentrum des mediterran ausgerichteten Angebots stünden. «I really love, what I’m doing», sagt der 37-Jährige und versprüht viel Zuversicht. Konkurrenz fürchte er nicht, fügt er hinzu, er möge Wettbewerb. Seine Familie habe ein langfristiges Engagement im Sinn.

Restaurant-Name bezeichnet Fenstertyp

Den neuen Namen Mandaloun für das Restaurant im Parterre des Drei König versteht Ibrahim Alayan als Hinweis auf den bevorstehenden Neubeginn. Mandaloun bezeichnet einen Fenstertyp und bezieht sich auf die Bogen der Drei-König-Fenster. Ibrahim Alayan, dem für gewisse Sommerabende dezenter Jazz vorschwebt, eröffnet das Lokal am Donnerstag, 9. Juli.

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