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Diepoldsau

(Bild: gk)

Diepoldsau wird eines der ersten «herzsicheren» Dörfer im Kanton

Gk/red Kommentare

Die Gemeinde Diepoldsau baut ein öffentlich zugängliches Defibrillatoren-Netzwerk auf. Damit ist Diepoldsau eine der ersten Gemeinden im Kanton St. Gallen, die alle Defibrillatoren auf Gemeindegebiet rund um die Uhr öffentlich zugänglich macht.

Erleidet eine Person einen Herzstillstand, zählt jede Sekunde. Ein Defibrillator kann das Kammerflimmern beheben und so Leben retten. In Zukunft kann jeder Diepoldsauer innerhalb von drei Minuten mit einem Defibrillator versorgt werden - das schreibt die Gemeinde in einer Medienmitteilung. Beim Werkhof ist die erste so genannte Defibox im öffentlichen Raum der Gemeinde installiert worden.

Defibrillatoren erhöhen Überlebenschancen

Die Idee, Diepoldsau «herzsicher» zu machen, stammt von Remo Degani. Der Diepoldsauer arbeitet als Leiter des Notruf 144 (SG, AR, AI, GL) und weiss, dass der Einsatz eines Defibrillators die Überlebenschancen bei einem Herzstillstand deutlich erhöht. «Ich bin begeistert, dass die Gemeinde Diepoldsau mein Input so schnell aufgenommen hat und jetzt umsetzt», sagt Degani.

Defibrillatoren können durch gezielte Stromstösse das tödliche Kammerflimmern beenden und sind einfach zu bedienen. Mit einem Knopfdruck kann man die elektronischen Lebensretter einschalten und folgt dann den Anweisungen. Sie ersetzen aber die Herzmassage nicht, betont Degani: «Es geht darum, die Zeit zu überbrücken, bis der Rettungsdienst eintrifft.»

Alle Defibrillatoren werden rund um die Uhr öffentlich zugänglich

Die Gemeinde Diepoldsau verfügt derzeit über sechs Defibrillatoren. Fünf davon sind bisher jedoch nicht immer zugänglich. Dies soll sich nun ändern. «Anfang Jahr haben wir die erste Defibox im öffentlichen Raum beim Werkhof installiert», sagt Guido Seiz, Sicherheitsbeauftragter und Leiter des Unterhaltsdienst der Gemeinde Diepoldsau. Fünf weitere folgen noch dieses Jahr. Die Gesamtkosten für die Beschaffung und Montage der Defiboxen belaufen sich auf 12'500 Franken.

Die Defibrillatoren bei den Mehrzweckhallen Kirchenfeld und OZ Kleewies werden noch dieses Jahr von innen in den Aussenbereich verlegt. Dasselbe gilt für die Defibrillatoren beim Clubhaus des FC Diepoldsau, dem Alters- und Pflegeheim und dem Strandbad. Bis 2023 ist auf dem Dorfplatz ein weiterer Defibrillator vorgesehen. Zwei Geräte sollen bis dann auch im neuen Zentrum Rheinauen montiert werden.

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