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Rebstein

Die Tradition erhalten

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In Smartphone-dominierten Zeiten hat die Neujahrs­begrüssung einen besonderen Stellenwert.

Die Besucher mussten der Kälte trotzen. Ihnen wurde aber geholfen: Bei einer warmen Gerstensuppe und einem Punsch liess es sich auf dem Vorplatz des Feuerwehrdepots gut aushalten – zumindest eine Stunde lang.

Der Musikverein Rebstein eröffnete die Neujahrsbegrüssung, ehe Gemeindepräsident Andreas Eggenberger das Wort ergriff. Er lobte die Besucher dafür, «kein Sklave vom kleinen Computer im Hosensack» zu sein, sondern vor die Türe zu gehen und Wert auf persönliche Begegnungen zu legen. «Sie gehören nicht zu den Sklaven – oder sind Sie nur hier, um ein Selfie zu knipsen? Das dürfen Sie natürlich auch!» sagte Eggenberger.

In seiner kurzen Rede strich er die Wichtigkeit des zwischenmenschlichen Kontakts heraus. Darum sei die Neujahrsbegrüssung auch keine altmodische Veranstaltung, sondern bereichernd und wertvoll. Es sei hier möglich, den Puls der Mitmenschen zu spüren, ihre Freude, Sorgen und Unsicherheiten. Gerade in Bezug auf die mögliche Gemeindefusion von Rebstein und Marbach gebe es oft Redebedarf, und persönlich verstehe man sich besser als schriftlich: «Weil man nicht so viel zwischen die Zeilen interpretieren kann», sagte Eggenberger, wünschte alles Gute und übergab das Geräuschzepter der Musik.