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Funino bringt den Strassenfussball zurück, weil es das strategische Denken der kleinsten Fussballer fördert.
Funino bringt den Strassenfussball zurück, weil es das strategische Denken der kleinsten Fussballer fördert. (pd)

Die radikalste Form des Kinderfussballs

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FUSSBALL. Funino ist eine neue Spielart des Fussballs für die jüngsten Kicker. Der FC St. Margrethen führte dazu eine Weiterbildung für seine Juniorentrainer durch.

Drei gegen Drei, zwei Tore

Gespielt wird Drei gegen Drei mit zwei kleinen, je zwölf Meter auseinanderliegenden Toren auf jeder Seite. Das ist der auffällige Unterschied zum herkömmlichen Fussball. Die beiden Tore sollen das strategische Denken der Kinder fördern: Welches Tor wird gerade weniger gut verteidigt?

«Zeit online» schrieb in einem Bericht über Funino: «Der Strassenfussball ist wieder da.» Die Onlineausgabe der renommierten Wochenzeitung beschrieb die Spielform als revolutionär: «Funino macht aus Kindern Xavis.» Aber sie schrieb auch: «In Deutschland hat sich Funino noch nicht durchgesetzt.»

Stets mit den Füssen spielen

Für die Schweiz gilt dasselbe. Funino richtet sich an Sechs- bis Neunjährige. Nebst den Auffälligkeiten gibt es noch ein paar spezielle Regeln. Das Spielfeld ist in drei Zonen unterteilt, Tore können nur in der sechs Meter langen Schusszone erzielt werden. Torhüter gibt es nicht, alle drei Spieler stürmen und verteidigen gleichzeitig. Freistösse können auch dribbelnd ausgeführt werden, und statt einzuwerfen wird der Ball mit dem Fuss gespielt. Eckball oder Abseits gibt es nicht. Auch keinen eigentlichen Penalty. Bei einem Regelverstoss kommt es zu einem Strafangriff: Ein Stürmer läuft auf einen zu Beginn mindestens drei Meter entfernten Verteidiger zu. Der Ball wird immer mit den Füssen gespielt (kein Einwurf).

Viele Tore

Dank den zwei Toren und dem Spiel ohne Goalie fallen mehr Treffer als sonst üblich – wodurch die Kicker zu Erfolgserlebnissen kommen.

Durch die nur sechs Spieler auf dem Feld gibt es weniger komplexe Spielsituationen als bei Fünf gegen Fünf oder Sieben gegen Sieben. Das eröffnet mehr Zeit zum Denken und verringert die Fehlerquote.

Zudem können auf dem kleinen Feld (30×25 m) mit einem leichten Ball alle Spieler jederzeit angespielt werden. (pd)