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Oberriet

Verabschiedung vor dem rheintal.com-Plakat: Zum Legislaturwechsel gab es einige Wechsel im Vorstand und in den Fachgruppen. Drei der Zurückgetretenen sind ein letztes Mal an die DV gekommen. Von links: Präsident Thomas Ammann ehrt Reto Friedauer (er hat die Leitung der Fachgruppe Integration abgegeben, bleibt aber Vorstandsmitglied und ist neu fürs Agglomerationsprogramm zuständig), Roger Dietsche (ehem. Mitglied der Fachgruppe Siedlung und Landschaft) und Jürg Plüss (ehem. Mitglied der Fachgruppe Energie).
Verabschiedung vor dem rheintal.com-Plakat: Zum Legislaturwechsel gab es einige Wechsel im Vorstand und in den Fachgruppen. Drei der Zurückgetretenen sind ein letztes Mal an die DV gekommen. Von links: Präsident Thomas Ammann ehrt Reto Friedauer (er hat die Leitung der Fachgruppe Integration abgegeben, bleibt aber Vorstandsmitglied und ist neu fürs Agglomerationsprogramm zuständig), Roger Dietsche (ehem. Mitglied der Fachgruppe Siedlung und Landschaft) und Jürg Plüss (ehem. Mitglied der Fachgruppe Energie). (Bild: Max Tinner)

Die neue Marke zieht noch zu wenig

Max Tinner Kommentare

Seit zwei Jahren setzt der Verein St. Galler Rheintal für sein Standortmarketing auf die Marke rheintal.com. In der Region kennt man sie schon gut. Aber mit der Reichweite darüber hinaus zeigte sich Geschäftsleiterin Sabina Saggioro an der DV noch nicht zufrieden.

Max Tinner

«Guter Job. Gutes Leben. rheintal.com.» Der Auftritt des Standortmarketings des Vereins St. Galler Rheintal (im Internet, aber auch auf einem Zug und auf einem Lastwagen) ist modern; der Slogan gefällig. Und einprägsam. Dies zeigt sich schon darin, dass kaum mehr jemand an die frühere, über Jahre gepflegte Marke «Chancental Rheintal» denkt. Rund 56000 Besucher hätten die Webseite seit der Lancierung vor ziemlich genau zwei Jahren bereits angeklickt, bilanzierte Sabina Saggioro, die Geschäftsleiterin des Vereins St. Galler Rheintal und Leiterin des Standortmarketings, an der Delegiertenversammlung am Mittwoch in der NeoVac in Oberriet. Am meisten frequentiert seien Seiten, in denen es ums Arbeiten im Rheintal und um ausgeschriebene Jobs geht.

Das ist genau, was man möchte, geht es doch nicht zuletzt darum, den Unternehmen im Rheintal zu Fachkräften zu verhelfen. Speziell auf Fachhochschulabsolventen ausgerichtete Aktionen hätten eine deutliche Zunahme des Traffics gebracht. Nur wird dieser noch zu sehr in der Region selbst generiert. Mit der Reichweite übers Rheintal hinaus ist Sabina Saggioro noch nicht zufrieden. «Daran müssen wir noch arbeiten», meinte sie.

Das Standortmarketing wird nicht nur über Steuergelder der Gemeinden finanziert, sondern auch von einer ganzen Reihe Unternehmen. Mit Blick auf die Verlängerung der Verträge für die Jahre 2018 bis 2020 hat man jüngst die Kernbotschaften der Kampagne hinterfragt und will die Ausrichtung nun leicht anpassen. Wollte man bisher vor allem (Fach-)Hochschulabgänger ansprechen, möchte man sich nun eher auf Fachkräfte mit ein paar Jahren Berufserfahrung ausrichten. Man geht davon aus, dass in dieser Altersgruppe so mancher schon ein wenig stadtmüde ist und sich eher von den Vorzügen des Rheintals überzeugen lässt.

Casting an der Rhema

Für die Weiterführung der Kampagne rheintal.com sucht das Standortmarketing des Vereins St. Galler Rheintal nach neuen Gesichtern, die das Rheintal repräsentieren sollen. Dazu wird es an der Rhema ein Casting geben.

Nebst der Berichterstattung aus den verschiedenen Fachgruppen stand an dieser Delegier- tenversammlung, wegen der zu Ende gegangenen Legislatur, auch die Verabschiedung ausgeschiedener Delegierter und Fachgruppenmitglieder an.

Der Präsident bleibt noch ein Jahr

Jenen, die der Einladung, noch einmal an die DV zu kommen, gefolgt waren, wurde die geleistete Arbeit mit einem Bild des Altstätter Künstlers Josef Ebnöther verdankt, des aktuellen Preisträgers der Rheintaler Kulturstiftung.Noch nicht verabschiedet wur- de Thomas Ammann. Der Na- tionalrat ist zwar nicht mehr Gemeindepräsident von Rüthi, wird aber den Verein noch bis zur Frühlingsdelegiertenversammlung 2018 weiterpräsidieren. Reto Friedauer, der Gemeindepräsident von St. Margrethen, dankte ihm dennoch jetzt schon «für die Glut und das Feuer», mit denen er sich fürs Rheintal einsetze. Wegen des aufgeschobenen Wechsels im Präsidium wurde auch die eigentlich anstehende Revision der mittel- und langfristigen Ziele des Vereins um ein Jahr zurückgestellt.

Hinter dem Verein St. Galler Rheintal stehen die zwölf Gemeinden von Rüthi bis St. Margrethen, die Ortsgemeinden sowie Wirtschafts- und Umwelt- vereinigungen der Region. In Fachgruppen koordiniert er gemeindeübergreifend die Entwicklung in den Bereichen Verkehr, Energie, Integration sowie Siedlung und Landschaft. Ausserdem ist das Standortmarketing für den Wirtschaftsstandort ein Schwerpunkt. Ein weiterer ist seit kurzem das Agglomerationsprogramm, das innert der nächsten drei Jahre erarbeitet wird und dann dem Bund eingereicht werden soll. Auch die Rheintaler Kulturstiftung ist dem Verein St. Galler Rheintal angegliedert.

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