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Alexandra Hasler reist oft nach Mali, um sich für das Hilfsprojekt zu engagieren.
Alexandra Hasler reist oft nach Mali, um sich für das Hilfsprojekt zu engagieren.

Die Kraft des Sports nutzen

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Die ehemalige liechtensteinische Ski-Langläuferin Alexandra Hasler unterstützt Hilfsprojekte für Kinder in Westafrika.

Die Eschnerin Alexandra Hasler engagiert sich seit vielen Jahren für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Bei Special Olympics Liechtenstein (SOLIE) trainiert sie Menschen mit einer Beeinträchtigung und Lernschwierigkeiten. Zudem ist sie als Präsidentin von Mali Kinderhilfe in Liechtenstein tätig (www.mali-kinder hilfe.org). «Wir unterstützen Kinderprojekte in Mali», sagt Alexandra Hasler.

Sie begleitet die Projekte des Hilfswerks regelmässig in Westafrika, die Reisen finanziert sie selbst. «Vor Ort kann ich die Bedürfnisse der Bevölkerung viel besser erkennen und einschätzen, den gegenseitigen Austausch pflegen sowie die Projekte überwachen und deren Fortschritte sehen», sagt sie. Ihre Reisen hält sie fotografisch fest, um den Mitgliedern des Vereins Mali Kinderhilfe optische Einblicke in die Aktivitäten zu gewähren.

Zurzeit kämpft Alexandra Hasler für ein Sportzentrum in der malischen Gemeinde Manankoroni. «Dieses Projekt liegt mir als Sportlerin besonders am Herzen», sagt sie. Der Verein Mali Kinderhilfe in Liechtenstein setze auf die Kraft des Sports. «Mit dem Sportzentrum bezwecken wir, dass die Kinder Spass und Freude haben, aber auch lernen, Disziplin, Respekt und Verantwortung zu zeigen – Werte, die sie in ihrem Leben brauchen», sagt Hasler.

«Das Sportzentrum liegt mir besonders am Herzen»

Im 30 km südlich der Hauptstadt Bamako gelegenen Dorf Manankoroni ist der Verein Mali Kinderhilfe seit seiner Gründung vor neun Jahren aktiv. «Jede Gemeinde in Mali ist für die medizinische Versorgung, die Wasserversorgung und die schulische Bildung verantwortlich. Folglich haben wir zuerst die Infrastruktur realisiert», sagt Alexandra Hasler. Eine Notfallstation und ein solarbetriebener Brunnen wurden gebaut, ebenso eine Schule inklusive Kinderdorf und Ausbildungswerkstatt. «Dank dieser Infrastruktur konnten wir im Frühling 2020 endlich mit dem Bau des Sportzentrums beginnen. Mit diesem Projekt können wir die Kinder im Bereich Sport und Bewegung fördern», freut sich Alexandra Hasler. In der Gemeinde wohnen 700 Kinder zwischen 6 und 16 Jahren, die von diesem Sportzentrum profitieren und es nutzen können.

In der ersten Phase wurde der Fussballplatz planiert. Weitere Baumassnahmen folgen in den kommenden drei Jahren. Bis dahin sollen Fussballturniere das Dorfleben beleben. Basketball, Handball und Laufen komplettieren das aktuelle Sportangebot.

Auch Fun-Fitness gehört zum Programm. Die Übungen sollen Spass bereiten, wobei der Mobilität, der Kraft, dem Gleichgewicht, der Ausdauer und Geschicklichkeit ein besonderes Augenmerk geschenkt wird. Der Prävention wird mit regelmässigen Untersuchungen viel Beachtung geschenkt. Regelmässige Seh- und Hörtests dienen der Kontrolle, ob die Massnahmen greifen; auch diverse Impfungen bilden eine wichtige Vorsichtsmassnahme.

Der Kampf gegen Aids und Körperpflege hätten ebenfalls Priorität. Spezifische Massnahmen erhalten die Frauen. Hygiene während der Menstruation sei etwa ein Muss. Die Schwangerschaftsvorsorge hilft zudem, dass Mütter allfällige Komplikationen überwinden können.

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