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Widnau

  • Nationalrat Roland Rino Büchel und Nationalrätin Barbara Keller-Inhelder: Gemeinsam referieren, nicht nacheinander.
    Nationalrat Roland Rino Büchel und Nationalrätin Barbara Keller-Inhelder: Gemeinsam referieren, nicht nacheinander. (Bild: Gert Bruderer)
  • Kantonsrat Peter Kuster (ganz rechts, mit Bart), der Diepoldsauer Gemeinderat Bruno Frei (links) und Kantonsrat Peter Eggenberger (2.v.l.).
    Kantonsrat Peter Kuster (ganz rechts, mit Bart), der Diepoldsauer Gemeinderat Bruno Frei (links) und Kantonsrat Peter Eggenberger (2.v.l.).
  • Dream-Team auch ausserhalb des politischen Wirkungsfeldes: SVP-Kreisparteipräsident Werner Heule mit Gattin Conny.
    Dream-Team auch ausserhalb des politischen Wirkungsfeldes: SVP-Kreisparteipräsident Werner Heule mit Gattin Conny.
  • Pius Gschwend, Altstätten, (rechts) im Gespräch mit Markus Wüst, Oberriet, der bei den Kantonsratswahlen Losglück hatte und Herbert Huser aus dem Amt drängte, der exakt gleich viele Stimmen erhalten hatte.
    Pius Gschwend, Altstätten, (rechts) im Gespräch mit Markus Wüst, Oberriet, der bei den Kantonsratswahlen Losglück hatte und Herbert Huser aus dem Amt drängte, der exakt gleich viele Stimmen erhalten hatte.
  • Armin und Ingrid Frei aus Widnau unterhalten sich angeregt. Die SVP-Neujahrsbegrüssung ist für sie fixer Termin.
    Armin und Ingrid Frei aus Widnau unterhalten sich angeregt. Die SVP-Neujahrsbegrüssung ist für sie fixer Termin. (Bilder: Gert Bruderer)
  • Nationalrat Roland Rino Büchel und Nationalrätin Barbara Keller-Inhelder: Gemeinsam referieren, nicht nacheinander.
  • Kantonsrat Peter Kuster (ganz rechts, mit Bart), der Diepoldsauer Gemeinderat Bruno Frei (links) und Kantonsrat Peter Eggenberger (2.v.l.).
  • Dream-Team auch ausserhalb des politischen Wirkungsfeldes: SVP-Kreisparteipräsident Werner Heule mit Gattin Conny.
  • Pius Gschwend, Altstätten, (rechts) im Gespräch mit Markus Wüst, Oberriet, der bei den Kantonsratswahlen Losglück hatte und Herbert Huser aus dem Amt drängte, der exakt gleich viele Stimmen erhalten hatte.
  • Armin und Ingrid Frei aus Widnau unterhalten sich angeregt. Die SVP-Neujahrsbegrüssung ist für sie fixer Termin.

Die Grippe setzte der SVP zu

Gert Bruderer Kommentare

An der SVP-Neujahrsbegrüssung sprach ein Dream-Team: Nationalrätin Barbara Keller-Inhelder und Nationalrat Roland Rino Büchel. Ein Dream-Team bildet Büchel auch mit SP-Präsident Christian Levrat.

Gert Bruderer

Nahe beim Volk will die SVP sein, also referierten Roland Büchel und Barbara Keller-Inhelder nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe mit dem Publikum im Metropolsaal. Der Platz war ein bisschen gar grosszügig bemessen, denn nur etwa dreissig Mitglieder waren gekommen - eine untypisch tiefe Zahl für eine SVP-Neujahrsbegrüssung. Aber eben, die Grippe. Manche hätten sich kurzfristig abgemeldet, besonders klein war wegen des Virus’ die St.Margrether Delegation. Wer gekommen war, erfuhr dafür Interessantes. Etwa von Büchel, dass er und Christian Levrat als Präsidenten der Aussenpolitischen Kommission (Büchel im Nationalrat, Levrat im Ständerat) ein Dream-Team bildeten. Nicht ironisch gemeint. Sie hätten beide eine ähnliche Art, zu führen, sagte Büchel. Und als es einmal darum ging, gegenüber der Türkei klar Position zu beziehen, sei auch Levrat hingestanden und habe an die Adresse Erdogans gemeint: «So nicht».

Von Barbara Keller-Inhelder erfuhr das Publikum, dass sie eine halbe Rheintalerin ist, denn «jeder, wirklich jeder Inhelder stammt aus Sennwald». Büchel, der über Weihnachten wegen einer dringlichen Augenoperation im Spital lag und derzeit kaum lesen und schreiben kann («typisch für einen SVP-ler», scherzte er), zeigte sich von der Herkunft seiner Kollegin überrascht. Dann sei sie noch «über Rüthi», wo die Büchels herstammten - sie, die als einzige Nationalrätin noch bei keiner einzigen Abstimmung im Rat gefehlt habe. Auch vor der SP zog Büchel den Hut, denn mit Hilfe der FDP gelang es ihr, die Masseneinwanderungsinitiative auszuhebeln. Keller-Inhelder und Büchel, die schon öfter zusammen auftraten, sprachen locker, einander ergänzend, hielten nicht einfach jeder ein Referat. Sie wurden aber beide deutlich. Büchel: Die ersten beiden Jahre nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative habe der Bundesrat geschlafen und nun hätten wir einen Inländervorrang, der sogar einen Ausländervorrang bedeute. Keller-Inhelder: Die Zuwanderung gehe weiter, «ich bin gespannt, wie die Belastung z.B. der Sozialwerke gestemmt werden soll». Zum Vorwurf, die SVP spare den Staat kaputt, meinte die Nationalrätin aus Rapperswil-Jona: In Tat und Wahrheit wolle die SVP bloss weniger Mehrausgaben. Was Büchel so ergänzte: «Sind Ausgaben des Staates erst einmal da, bringt man sie kaum mehr weg.» Also: «Lueged nöd, wie Parlamentarier reden, sondern nur ,wie sie handeln und abstimmen.» Dank Internet ist’s ja bei jedem Geschäft möglich.