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Die Gemeinde hat die Finanzen im Griff

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Anlässlich einer öffentlichen Orientierungsversammlung informierte der Gemeinderat kürzlich eine kleine, aber interessierte Gruppe von Einwohnerinnen und Einwohnern über den Voranschlag 2018.

Gemeindepräsident Ernst Pletscher informierte die Bevölkerung in der Pausenhalle des Schulhauses Reute. Er ging dabei auch auf individuelle Fragen ein und erklärte die vom Finanzhaushaltsgesetz verlangte, immer noch ungewohnte Darstellung in der Artengliederung.

Die Gemeinde Reute hat ihre Finanzen im Griff. Dies zeigte eine Grafik der Entwicklung des Eigenkapitals in den vergangenen zehn Jahren. Dieses hat sich von rund 700000 auf derzeit rund 2,1 Mio. Franken erhöht. Für das Jahr 2018 rechnet die Erfolgsrechnung bei einem Aufwand von 4621270 Franken und einem Ertrag von 4569300 Franken mit einem Aufwandüberschuss von 51970 Franken.

In der Investitionsrechnung ist die Erneuerung einer Eternit-Wasserleitung im Gebiet Rohnen vorgesehen. Die Investition kostet nach Abzug von Subventionen die Gemeinde 99000 Franken.

Bei der Besprechung des Finanzplans der kommenden Jahre kam Pletscher auf die geplante Änderung des kantonalen Finanzhaushaltsgesetzes zu sprechen. Es sei zu befürchten, dass auch die Gemeinde Reute in den kommenden Jahren mit weniger Finanzausgleichszahlungen auskommen müsse.

Das geänderte Finanzhaushaltsgesetz werde ein Prüfstein für die Solidarität, meinte Ernst Pletscher.

Der Gemeinderat stellt den Stimmberechtigten den Antrag, dem Voranschlag 2018 mit einem unveränderten Steuerfuss von 3,9 Einheiten zuzustimmen. Die Abstimmung findet am 26. November statt. In den allgemeinen Informationen gab Gemeindepräsident Pletscher den Rücktritt von Ruedi Rechsteiner aus dem Gemeinderat und von Cornelia Hohl aus der Geschäftsprüfungskommission bekannt. Die Ersatzwahlen sind am 8. April 2019.

Das aus der Bevölkerungsbeteiligung «Reute mitenand» entstandene und vom Regierungsprogramm «Bauen und Wohnen» unterstützte Studienprojekt «Dorf 50» mit Wohnungen, öffentlichen Räumen und einem Laden wird in dieser Form nicht mehr weiterverfolgt. Es ist nicht gelungen, den für das Projekt nötigen Boden zu erwerben. Die weitere Planung muss sich nun auf die Fläche beschränken, die der Gemeinde gehört. (gk/red)