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Silvia Schneider fehlte ein Millimeter zum Gewinn der prächtigen Ehrenscheibe.
Silvia Schneider fehlte ein Millimeter zum Gewinn der prächtigen Ehrenscheibe.

Die Ehrenscheibe um einen Millimeter verpasst

Mäx Hasler Kommentare

Am Endschiessen der Schwarzpulverschützen wurde um die Ehrenscheibe geschossen. «Freischütz»-Wirtin Silvia Schneider fehlte genau ein Millimeter zum Sieg.

Momentan sind in den Rheintaler Schiessständen die Chlaus- und Endschiessen im Gang. Auch bei den Schwarzpulverschützen Altstätten knallte und qualmte es am Samstag im Stand gewaltig.

Knapp 40 Personen, auch solche, die nicht regelmässig mit Vorderlader-Gewehren und Revolvern schiessen, beteiligten sich am Endschiessen. Aus Sicht der Beteiligten interessant waren die Stiche, in denen alle mitmachen konnten. Die Spezialdisziplinen mit den historischen Vorderlader-Waffen waren den Mitgliedern vorbehalten.

Fünf Revolverschützen erreichten 58 Punkte

Im Revolverstich, in dem mit einem 1882-Trommel-Revolver geschossen wurde, gab es Millimeterentscheide. Zwischen fünf Schützen mit je 58 Punkten war der Abstand zur Scheibenmitte entscheidend. Glücklicher Sieger war Walter Ganahl aus Bürs vor Fabian Buff aus Wolfhalden und Willi Gegenschatz aus Lüchingen. Nicht fürs Podest reichte es Arnold Engensperger aus Rorschach und Peter Ganovsky aus Altstätten. Walter Kast jun. aus Berneck bewies mit 57 Punkten, dass er nicht nur mit dem Sturmgewehr 57 gut trifft.

Auch der Jagdstich, wo auf einen Wolpertinger, ein bayrisches Fabelwesen, geschossen wurde, war mit 16 Teilnehmern gut besetzt. Geschossen wurde mit dem Ordonanzgewehr 1931 auf 100 Meter Distanz. Den Sieg holte sich ein auswärtiger Jäger vor Walter Kast jun. (Berneck) und Fabian Buff (Wolfhalden). Jäger und Revolverschützen durften sich aus einem Gabentempel, der von SPSA-Präsident Benno Büchel zusammengetragen worden war, einen Preis aussuchen.

Ehrenscheibe von Vorarlberger Kollegen

Keinen, respektive nur einen Preis, nämlich das Bild selbst, gab es beim Bilderschiessen auf die Ehrenscheibe zu gewinnen. Dort versuchten es 24 Schützen, sich das Bild zu «erschiessen». Mit einem Schuss mit dem Revolver musste aus 25 Metern möglichst genau die Mitte der Scheibe getroffen werden.

Die Scheibe wurde aus Dankbarkeit von den Kollegen aus Vorarlberg gespendet. Diese hatten sich vor zehn Jahren den Schwarzpulverschützen Altstätten angeschlossen, weil ihr Schiessstand in Bürs gleich zweimal überschwemmt worden war. Nun haben sie im Bürserberg zwar eine neue Schiessmöglichkeit, die Hälfte der zwölf Vorarlberger Schützen bleibt aber bei den Altstättern.

Weil es zu schade war, auf die schöne Scheibe mit Abbildungen der Burg Altstätten und der Bludenzer Kirche zu schiessen, wurde eine Kopie angefertigt. Das Bild durfte ausnahmsweise nicht der Gewinner mit nach Hause nehmen; es bekommt mit dem Namen des Gewinners einen Ehrenplatz im Schützenbeizli.

Fast stünde auf dem Bild der Name von Silvia Schneider. Der Wirtin vom «Freischütz» fehlte ein Millimeter zum Gewinn der Ehrenscheibe. Arnold Ehrensperger, Präsident der Freischützen Rorschach und seit Kurzem auch Mitglied der SPSA, verfehlte das Scheibenzentrum um zehn, Silvia Schneider um elf Millimeter. Walter Kast hat die Kopie des Bildes auch getroffen, 23 Schützen aber besser als er.