rheintaler.ch

Regionalsport

Au-Berneck und St. Margrethen möchten sich von der Abstiegszone ins Mittelfeld absetzen.
Au-Berneck und St. Margrethen möchten sich von der Abstiegszone ins Mittelfeld absetzen. (Bild: Archiv/ys)

Derbys gibt’s nur mit Sieger

Yves Solenthaler Kommentare

Der FC Widnau und Altstätten liegen vorne, aber nicht an der Spitze. Die vier restlichen Rheintaler Teams benötigen Punkte gegen die Abstiegsangst.

Yves Solenthaler

Die Derby-Runde von letzter Woche hat die vorhandenen Tendenzen verstärkt: Widnau und Altstätten spielen vorne mit, Diepoldsau-Schmitter, Montlingen, St. Margrethen und auch Au-Berneck.

Die Zweiklassengesellschaft zeigt sich auch in der Derby-Rangliste – freilich mit Au-Berneck in der Oberschicht. In den bisherigen elf Rheintaler Duellen hat es noch nie ein Unentschieden gegeben. Das zwölfte Derby steht am Samstag um 17.30 Uhr zwischen St. Margrethen und Montlingen auf dem Spielplan. Die Gäste vom Kolbenstein möchten den Abstiegsplatz verlassen, die Gastgeber ja nicht auf diesen zurückfallen.

FC Montlingen

Bei Montlingen ist Trainer Mirco Castrovinci zurückgetreten. Herbert Kühne und Urban Wüst leiten die ins Straucheln geratene Mannschaft bis zur Winterpause. Bis dahin gibt es noch zwei Rheintaler Duelle auswärts (in zwei Wochen in Altstätten) und Heimspiele gegen Mitkonkurrent Ems sowie Spitzenreiter Weesen. Eine offizielle Vorgabe hat das interimistische Trainerduo nicht zu erfüllen, aber sechs Punkte wären sicher in Ordnung. Vorerst geht es darum, den freien Fall zu stoppen.

FC St. Margrethen

Der Absteiger hat als Drittletzter nur einen Punkt Reserve auf Montlingen. Das hatte sich der FC St. Margrethen anders vorgestellt. Die Mannschaft von der Rheinau neigt, wie wohl immer seit ihrer Gründung, zu schwankenden Leistungen. Weil das Pendel noch nie zweimal hintereinander nach oben schnellte, heisst die Realität: Abstiegskampf.

FC Widnau

Sogar Weesen hat ein Tor weniger geschossen als Widnau (26), das aber mit 20 auch gleich viele Gegentore einstecken musste wie die zwei Letzten (Montlingen und Diepoldsau). Um Weesen gefährlich zu werden, muss sich die Defensive verbessern. Widnau spielt am Sonntag (14 Uhr) gegen Vaduz II.12

FC Altstätten

Die Gesa-Kicker haben vor einer Woche St. Margrethen 1:0 besiegt, sie sind das Gegenteil ihres letzten Gegners: Noch nie hat Altstätten zweimal in Folge Punkte eingebüsst. In Ems soll am Samstag um 16 Uhr der sechste Sieg statt der dritten Niederlage folgen. Aber Achtung: Die Bündner haben auf eigenem Platz schon Widnau und Au-Berneck besiegt. Wie Widnau ist Altstätten trotz sechs Punkten Rückstand nicht distanziert: Beide Rheintaler Spitzenteams spielen noch gegen Tabellenführer Weesen.

FC Au-Berneck

Im zweiten Anlauf ist es Jürgen Maccanis Mannschaft geglückt, einen Sieg zu bestätigen. Aber um sich etwas ins Mittelfeld absetzen zu können, sind auch am Samstag um 17 Uhr gegen Mels drei Punkte nötig. Die Sarganserländer haben bisher gleich viele Punkte gesammelt – neun. Wer nicht gewinnt, hängt vorerst hinten fest. Au-Berneck scheint nach dem sehr holprigen Saisonstart langsam ins Rollen zu kommen, allerdings ist das zu diesem Zeitpunkt eine belastbare Einschätzung. Eine Tatsache: Wie Widnau und Altstätten hat Au-Berneck noch nie unentschieden gespielt.

FC Diepoldsau-Schmitter

Im Trullalla um den 4:5-Wahnsinn gegen Widnau ist fast ein bisschen untergegangen, wie bitter diese Niederlage für die Rhein­insler gewesen ist. Jedenfalls bedeutet das Verschenken eines 3:1-Vorsprungs einen weiteren Nackenschlag. Und mit jedem weiteren Spiel, das Diepolds­au nicht gewinnt, wird die Auf­gabe schwerer. Bereits würde ein Sieg nicht mehr reichen, um den Anschluss herzustellen. Am Sonntag um 16 Uhr gastiert ­Diepoldsau bei den spielstarken, aber unberechenbaren Reserven des FC Rapperswil-Jona.