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  • Pitt mit seiner Tanzpartnerin, seine Schwester.
    Pitt mit seiner Tanzpartnerin, seine Schwester. (pd)
  • Als Coach war er bei «Darf ich bitten?» zu sehen.
    Als Coach war er bei «Darf ich bitten?» zu sehen. (pd)
  • Pitt mit seiner Tanzpartnerin, seine Schwester.
  • Als Coach war er bei «Darf ich bitten?» zu sehen.

Der Traum einer Tanzkarriere kann beginnen

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Pitt war dieses Jahr als Coach bei der Tanzshow «Darf ich bitten?» zu sehen. Gemeinsam mit seiner Tanzpartnerin belegte er den zweiten Platz. Jetzt, nach der Sendung und dem abgeschlossenen Studium, möchte er sich voll seiner Karriere als Tänzer widmen.

Name: Pitt Alter: 25 Wohnort: Zürich (aufgewachsen in Rheineck) Beruf: Tänzer / Tanzlehrer

Wie bist du zum Tanzen gekommen?
Das Tanzen liegt in der Familie. Meine Eltern haben sich bei einem Tanzkurs kennengelernt. Ich durfte immer zuschauen, wenn sie in der Tanzschule waren. Am liebsten wollte ich aber selbst tanzen. Mit meinen fünf Jahren war ich aber für die meisten Tanzkurse zu jung – nur ins Ballett durfte ich. Mit acht Jahren begann ich in Tanzclubs Latein und Standard zu tanzen. Nebenbei übte ich weiter Ballett, bis ich 12 Jahre alt war.

Latein- und Standardtänze sind Paartänze. Mit wem hast du getanzt?
Früher haben meine Partnerinnen häufig gewechselt, da es darum ging, optisch gut zusammenzupassen. In der Teenie-Zeit war das eine Herausforderung, da man sich dauernd verändert. Die intensivste Zeit war, als ich eine Partnerin aus der Slovakei hatte. An den Wochenenden mussten wir immer zueinander fahren. Meistens trafen wir uns in Bratislava, aber auf Dauer funktionierte das nicht mehr. Seit fünf Jahren habe ich die ideale Tanzpartnerin: Meine Schwester. Die beste Lösung, die ich mir wünschen konnte. Wir pflegen eine super Zusammenarbeit und es ist von grossem Vorteil, wenn man nahe beieinander wohnt.

Gemeinsam habt ihr schon an Wettkämpfen teilgenommen. Welche waren das?
Wir haben vier Mal an der Schweizermeisterschaft teilgenommen. Das erste Mal belegten wir den dritten Platz, die anderen Male den zweiten Platz und durften somit an der Weltmeisterschaft teilnehmen. Dort klassierten wir uns immer etwa im Mittelfeld. Es war schwierig, sich inmitten von professionellen Paaren zu beweisen, da wir das Tanzen nicht hauptberuflich ausüben.

Was ist das beste am Tanzen?
Mir gefällt, dass es ein Teamsport ist und jeder seine Stärken einbringen kann. Man kann gemeinsam etwas erschaffen und eine Geschichte erzählen. Zudem mag ich die Kombination von mehreren Kunstformen: Die Musik, das Visuelle und die Schauspielerei, durch die man Emotionen ausdrücken kann.  

Dieses Jahr warst du bei der Schweizer Tanzshow «Darf ich bitten?» dabei. Wie bist du dazu gekommen?
Die Verantwortlichen der SRF-Sendung sind wiederholt auf mich zugekommen und haben gefragt, ob ich mitmachen will. Aufgrund des Studiums musste ich jeweils ablehnen, ausgenommen dieses Jahr. Da ich an meiner Bachelorarbeit arbeitete, war ich zeitlich sehr flexibel und sagte zu.

Wie war es, Teil einer Show zu sein?
Es gibt zwei Seiten. Das Positive ist, dass man umgeben von Experten ist. Jemand übernimmt die Geschichte, andere stellen das perfekte Kostüm zusammen. Ich konnte mich voll auf das Tanzen konzentrieren. Zugleich ist das auch ein Nachteil, da ich weniger künstlerischen Freiraum hatte.

Du hast gemeinsam mit «10vor10»-Moderatorin Bigna Silberschmidt getanzt. Wie verlief die Zusammenarbeit?
Es hat mir grossen Spass gemacht, ihr das Tanzen beizubringen. Sie war immer motiviert und ehrgeizig, was die Arbeit erleichterte. Spannend war, dass ich ihr die Tanzstile ganz anders beibringen musste, da wir nur wenig Zeit hatten. Wir konnten nicht mit den Basics starten und darauf aufbauen. Ich musste überlegen, welche Tricks ich ihr beibringen muss, damit es möglichst schnell gut aussieht. Das war eine Herausforderung.

Wie geht es weiter?
«Darf ich bitten» und mein Bachelor-Studium in Wirtschaftsingenieurwesen sind jetzt abgeschlossen. Nun möchte ich mich voll auf das Tanzen konzentrieren und das Hobby zu meinem Beruf machen. Bis jetzt hat das Tanzen immer unter dem Studium gelitten. Mein Traum ist es, einen Weltmeistertitel zu holen.
 

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