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Regionalsport

Das Handballtor bleibt für die Aktiven zurzeit verwaist, der Ball unbenutzt.
Das Handballtor bleibt für die Aktiven zurzeit verwaist, der Ball unbenutzt.

Der Sport steht praktisch still – mal wieder

Remo Zollinger Kommentare

Die Aktiven dürfen ihrem Hobby zurzeit nicht so nachgehen, wie sie dies gern würden. Die meisten Meisterschaften sind unterbrochen.

Es gleicht dem sprichwörtlichen täglichen Grüssen des Murmeltiers: Im Frühjahr gibt’s keinen Regionalsport. 2020 wurden die Meisterschaften nach Ausbruch der Pandemie im März unterbrochen bzw. abgebrochen, 2021 war auch das Virus dafür verantwortlich. 2022 wiederholt sich dies. Zwar gibt es etwas mehr Optimismus als in den letzten zwei Jahren, viele rechnen nicht mit einem kompletten Abbruch der Ligen. Mühsam ist es für die Sportlerinnen und Sportler aber auch dieses Jahr.

Die Eishockeyprofis dürfen spielen, weil das ihr Beruf ist – jedoch ist auch die höchste Liga im Omikronchaos versunken und hat die Rangliste auf ein System mit Punktequote anstelle der absoluten Zahlen umgestellt. Regionales Eishockey findet demnächst nicht statt. Der SC Rheintal ist in der 1. Liga zum Nichtstun verdammt, fünf Spiele wurden bereits verschoben, nachdem der Eishockeyverband am 20. Dezember den sofortigen Unterbruch aller regionalen Ligen bekannt gegeben hat. Aktuell gilt dies bis zum 27. Januar; am 29. könnte der SCR also sein Heimspiel gegen Wetzikon austragen. Das ist das Idealszenario. Aber die aktuelle Entwicklung lässt wenig Hoffnung, dass es dann weitergeht. Im Raum stehen derzeit eher Schliessungen als Öffnungen.

Ähnlich sieht es im Unihockey und im Handball aus. Die Meisterschaft der Rheintal Gators ist bis mindestens 24. Januar unterbrochen. Das nächste Spiel des Unihockey-Erstligisten steht so am 31. Januar gegen die Glatttal Falcons auf dem Programm. Der HC Rheintal, mit den Männern und den Frauen in der 2. Liga im Regionalhandball am Start, darf bis frühestens 5. Februar nicht spielen.

Im Volleyball hat der Verband Swiss Volley den Vereinen empfohlen, den Spielbetrieb mit 2G+ und Maskenpflicht fortzuführen. Es gab zwar schon Verschiebungen, aber im Spielplan des Rheintaler Vereins Rheno sind noch einige Spiele im Januar zu finden.

Neben Volleyball gibt es eine zweite Ausnahme zur aktuellen Unterbruchswelle: Die Faustballsaison geht weiter. Es ist wie Volleyball ein fast kontaktloser Sport. Die NLA der Männer und Frauen wird unter verschärften Bedingungen fortgesetzt.

Wichtig ist, dass der Nachwuchs spielen darf

Wie letztes Jahr, darf auch 2022 der Nachwuchs weiter beinahe uneingeschränkt Sport treiben – auch im Meisterschaftsbetrieb in der Halle. Dies ist den Vereinen besonders wichtig. Während routinierte Spielerinnen und Spieler bei den Aktiven besser mit Unterbrüchen umgehen können, kann sich im Nachwuchsbereich eher Lustlosigkeit breit machen.

Dies könnte für die Vereine, die sich ehrenamtlich in den Dienst der Jugend stellen, fatale Folgen haben, sind die Juniorinnen und Junioren doch die Zukunft der Clubs. Besonders bemerkbar würde sich ihr Fehlen in Randsportarten machen.

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