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Oberriet

  • Neben den Kübel geworfener Abfall beim Schulhaus Eichenwies.
    Neben den Kübel geworfener Abfall beim Schulhaus Eichenwies. ( Bild: pd)
  • Eine eingeworfene Scheibe auf dem Schulareal Burgwies in Oberriet.
    Eine eingeworfene Scheibe auf dem Schulareal Burgwies in Oberriet. ( Bild: pd)
  • Sinnfreie Schmierereien beim Schulhaus in Kriessern.
    Sinnfreie Schmierereien beim Schulhaus in Kriessern. ( Bild: pd)
  • Neben den Kübel geworfener Abfall beim Schulhaus Eichenwies.
  • Eine eingeworfene Scheibe auf dem Schulareal Burgwies in Oberriet.
  • Sinnfreie Schmierereien beim Schulhaus in Kriessern.

Der Schulrat will durchgreifen

Max Tinner Kommentare

Eingeschlagene Scheiben, Schmierereien an den Wänden und herumliegender Abfall: Dem Schulrat reicht’s. Er zieht die Schraube an.

Max Tinner

«Jeden Montagmorgen sind unsere Hauswarte eine Viertelstunde bis eine halbe Stunde am Abfall zusammenräumen», sagt Karl Loher, Schulratspräsident der Primarschulgemeinde Ekmo (Eichenwies-Kriessern-Montlingen-Oberriet). Was herumliegt – zuweilen unmittelbar neben einem leeren Abfallkübel – wurde von Jugendlichen zurückgelassen, die sich abends oder übers Wochenende auf den Schularealen getroffen haben, um eine gute Zeit miteinander zu haben.

Es ist aber nicht nur Abfall, der vom miteinander Abhängen zeugt. Immer wieder gehen Fenster- und Türscheiben zu Bruch. Kürzlich sogar ein Oberlicht des Kindergartens Burgwies in Oberriet. Offenbar lieben es die Jugendlichen neuerdings, dort auf dem Dach zu chillen. «Wer auch immer dort allerdings aufs Oberlicht getreten ist, hatte Riesenglück, dass er oder sie nicht durchgebrochen ist», meinte Schulrätin Monika Baumgartner diese Woche an der Vorversammlung in Kriessern. Sie zeigte auch Bilder von Schmierereien an den Wänden verschiedener Schulhäuser und von einem Rollladen, der von einem Feuerwerkskörper durchlöchert worden ist. Dieselben Fotos zeigte tags darauf auch Schulrat Peter Kobler an der Vorversammlung in Montlingen.

Es sei nicht so, dass Oberriet allein da stehe mit diesem Problem, meint Karl Loher. Er habe mit anderen Schulpräsidenten gesprochen – das Problem bestehe überall.

Verfehlungen werden angezeigt

Dennoch ist es jetzt dem Schulrat in Oberriet zu bunt geworden. Er will die Schraube anziehen und hat dazu ein neues Benutzungsreglement für die Spielplätze und Aussenanlagen der Schulareale erlassen. Die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, gelten freilich nicht nur für Jugendliche, sondern für jedermann. Beispielsweise dass man auf dem Schulareal nach 20 Uhr, samstags und sonntags sogar schon ab 17 Uhr, nichts mehr verloren hat. Auch über die Mittagszeit gilt neu ein Benutzungsverbot. «Grundsätzlich sind Schulanlagen öffentlich – und das sollen sie auch bleiben», betonte Monika Baumgartner an der Vorversammlung in Kriessern. Und selbstverständlich dürften die Vereine die Anlagen auch weiterhin abends benützen. Für sie gebe es Ausnahmebewilligungen.

Das Reglement soll kein zahnloser Papiertiger sein. «Der Schulrat ist gewillt, wieder Ordnung zu schaffen», betonte Peter Kobler in Montlingen. Es werde deshalb auch ein Sicherheitsdienst beauftragt, die Schulareale abends auf unbefugte Besucher zu kontrollieren. Und Verfehlungen würden bei der Polizei angezeigt.

Protest gab es an den beiden Vorversammlungen nicht. In Montlingen wurde im Gegenteil sogar eine Videoüberwachung angeregt, im Besonderen bei den Veloständern. Immer wieder würden nämlich auch Velos beschädigt. «Sollte jemand auf die Idee kommen, Bremsen zu sabotieren, kann das übel enden», meinte eine besorgte Mutter.

Hinweis

Das Benutzungsreglement ist auf der Homepage der Schulgemeinde aufgeschaltet: www.orschulen.ch/downloads-psekmo.html

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