rheintaler.ch

Altstätten

  • Die besten vier Projekte wurden mit insgesamt 4600 Franken prämiert.
    Die besten vier Projekte wurden mit insgesamt 4600 Franken prämiert. (Damian Zellweger)
  • Die besten vier Projekte wurden mit insgesamt 4600 Franken prämiert.
    Die besten vier Projekte wurden mit insgesamt 4600 Franken prämiert. (Damian Zellweger)
  • Die besten vier Projekte wurden mit insgesamt 4600 Franken prämiert.
  • Die besten vier Projekte wurden mit insgesamt 4600 Franken prämiert.

Der jüngste Museumsdirektor

Damian Zellweger Kommentare

Zum ersten Mal fand am Samstag die Vorausscheidung des interregionalen Jugendprojekt-Wettbewerbs im Kulturzentrum Jung Rhy in Altstätten statt. Von zwölf Projekten schafften es vier in die Finalrunde.

ALTSTÄTTEN. «Alle Teilnehmer sind Gewinner, weil sie den Mut und die Motivation aufgebracht haben, sich einer Herausforderung zu stellen.» So eröffnete Stadtrat Ruedi Dörig am Samstagabend den elften interregionalen Jugendprojekt-Wettbewerb. Eine Projektarbeit sei eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, bei der man die eigenen Stärken und Schwächen kennenlerne.

Alles selbst gemacht

Diese Erkenntnis durften Jugendliche im Alter von 13 bis 24 Jahren, die zwölf Projekte in den Kantonen St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden realisiert hatten, selbst erfahren. Viele sprachen in ihren Präsentationen von harter Arbeit, die sich gelohnt habe. Zu diesen gehört auch Mirjam Heeb aus Rüthi. Sie stellte aus selbst komponierten Liedern und selbst verfassten Gedichten ein Kinderbuch zusammen. Mit viel Leidenschaft sang und las sie aus «Mit de Chline dur s'ganz Johr» vor und zeigte Bilder. Sie habe etwas Sinnvolles schaffen wollen und möchte mit der Teilnahme am Projektwettbewerb auf sich aufmerksam machen und vielleicht sogar einen Verlag finden, der ihr Werk herausgibt. «Ich brauche das Buch nämlich regelmässig in der Kita, in der ich ein Praktikum absolviere und die Kinder benutzen es sehr gerne.»

Saubere Hände, sauberer Sieg

Nach einem Apéro mit Rheintaler Spezialitäten, der von der Jugendarbeit Oberes Rheintal organisiert wurde, fand die Prämierung statt.

Dort räumte der 13-jährige Vasco Hebel aus St. Gallen, auch «der jüngste Museumsdirektor der Schweiz» genannt, den mit 2000 Franken dotierten ersten Platz ab. Er hat im Osten der Stadt eine alte Fabrik in ein professionelles Seifenmuseum verwandelt und stellt dort seine Seifensammlung aus. Mit dem Projekt hat er die Jury bei den Kriterien Ziel, Inhalt, Nutzen, Dokumentation und Präsentation überzeugt.

Bereits zum elften Mal wurde der Wettbewerb durchgeführt, immer unter der Leitung von Lukas Hofstetter: «Es werden immer mehr soziale Projekte durchgeführt, die zeigen, dass die Jugendlichen von heute ihr Umfeld formen und mitgestalten wollen.» So wurde bei «Jugendliche helfen Jugendlichen» ein Netzwerk geschaffen, das handicapierten jungen Erwachsenen den Weg zurück in den Alltag erleichtern soll, bei «Helfende Hände» Schuhe und Velos geputzt, um auf Blutstammzellenspende aufmerksam zu machen oder der Eritreische Medienbund Schweiz ins Leben gerufen, der den negativen Ruf der 30 000 Eritreer in der Schweiz verbessern soll.

Die besten vier Projekte schafften den Sprung in die nächste Runde und dürfen sich im November in Vaduz mit den Gewinnern aus Vorarlberg und aus Liechtenstein messen.

Neben Vasco Hebel sind das Tabea Stiefel aus St. Gallen mit ihrem kreativen Stadtführer auf Platz zwei. Dritte wurden «Offline» aus Speicher mit einem Kurzfilm. Den vierten Platz erreichte das Projekt «Eritreischer Medienbund Schweiz».

Folge uns: