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Rheineck

Das Städtli am alten Rhein geht in die Charmeoffensive

Max Tinner Kommentare

Ortsgemeinde und Verkehrsverein luden zur Neujahrsbegrüssung ins Gewölbe unter dem ehemaligen Waisenhaus ein. Der Anlass bildete ausserdem den Auftakt zur Umsetzung der neuen Standortförderung.

Die diesjährige Neujahrsbegrüssung war so etwas wie eine Wiedergeburt Rheinecks. Mit diesem Anlass der Ortsgemeinde und des Verkehrsvereins startete nämlich die Stadt am alten Rhein die Umsetzung ihrer neuen Standortförderung.

Dem Lädelisterben entgegenwirken

Für Stadträtin Katharina Linsi wird Rheineck damit nicht quasi auf der grünen Wiese neu gebaut. Es sei mehr ein Neustart auf bereits Bestehendem. Titus Ladner als Leiter der Projektarbeitsgruppe stimmte ihr zu. Rheineck habe vieles zu bieten. Es gelte aber, die Akteure zusammenzuführen und die Kräfte zu bündeln. Die Arbeitsgruppe bleibt darum nach dem Start der Standortförderungsmassnahmen bestehen und wird monatlich zusammenkommen. Prioritär sei für die Arbeitsgruppe, die Altstadt aufzuwerten und dem Lädelisterben entgegen zu wirken, betonte Ladner.

Zentrales Werkzeug der neuen Rheinecker Standortförderung ist die Kommunikation, und zwar sowohl nach innen wie nach aussen. Basis ist die neue Motivationsmarke «Mein Eck, dein Eck, Rheineck». «Mein Eck» – als Teil der nach innen gerichteten ­Kommunikation – heisst auch das neue Stadtmagazin, das künftig mit Ausnahme der Sommerferienzeit und des Jahreswechsels monatlich erscheinen soll.

Für die Kommunikation nach aussen möchte man halbjährlich das «Dein Eck» herausgeben, ein Heft mit Geschichten aus Rheineck, mit denen man Leserinnen und Leser gluschtig auf ­einen Besuch im Städtli machen möchte.

Deutsche Touristen nach Rheineck holen

Unter die Leute bringen möchte die Arbeitsgruppe dieses Heft im ganzen Bodenseeraum. Wer Altstädte wie jene in Lindau besucht, soll auch auf Rheineck aufmerksam gemacht werden.

Unterstützt werden beide Magazine durch einen neuen Internetauftritt, der in diesen ­Tagen online geht: «Rheineck» bzw. rheineck.ch.

Damit die Charmeoffensive greift, braucht es auch die Bevölkerung: «Redet positiv über Rheineck», forderte Titus Ladner die Besucher der Neujahrsbegrüssung auf. Miteinander gehe vieles besser, meinte er und motivierte mit seinem Wahlspruch für sein geschäftliches Wirken als Unternehmer: «Wer Erfolg will, muss etwas für seinen Erfolg tun, während er auf seinen Erfolg wartet.»

Zur musikalischen Umrahmung des Anlasses hatten die Organisatoren von der Ortsgemeinde und vom Verkehrsverein einen in Rheineck wohnenden Musiker eingeladen: Markus Dürst unterhielt mit seinem Akkordeon sowohl mit dezenter Hintergrundmusik als auch mit virtuosen Konzerteinlagen. Den Besuchern wurden ausserdem warme Wienerli und frische Bürli offeriert. Und zum Dessert gab es traditionellerweise feine Nussgipfel.