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Im Mittelpunkt des Workshops stand die Frage, wie Regenwasser konkret in den Planungsprozessen der Gemeinden berücksichtigt werden kann.
Im Mittelpunkt des Workshops stand die Frage, wie Regenwasser konkret in den Planungsprozessen der Gemeinden berücksichtigt werden kann. (pd)

Das Regenwasser geschickt nutzen

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Die grenzüberschreitende Agglomeration Rheintal setzt einen Arbeitsschwerpunktauf das Thema Klimawandelanpassung. Dazu fanden bereits zwei Veranstaltungen statt.

Der Klimawandel ist auch eine zentrale Herausforderung in der Raumplanung. Durch die Zunahme von Extremwetterereignissen wie Starkregen und Hitzetage ist der Klimawandel in der Agglomeration Rheintal spürbar und wirkt sich auf den Lebensalltag der Menschen aus. Ein wichtiges Ziel ist es, durch räumliche Anpassungen die Widerstandsfähigkeit in den Städten und Gemeinden gegenüber den zu erwartenden Folgen der Klimakrise zu erhöhen.

Dabei ist die geschickte Nutzung von Regenwasser für die Raumplanung in der Agglomeration Rheintal ein wichtiger Schlüssel für eine klimawandelangepasste Zukunft. Bereits wurden zwei Veranstaltungen zu diesem Themenbereich durchgeführt, wie der Verein Agglomeration Rheintal in einem Communiqué mitteilt.

Erfolgreiche Beispiele betrachtet

Anfang März fand ein Fachvortrag zum Thema «Wassersensible Quartierentwicklung, Regenwasser und natürlicher Wasserkreislauf – eine andere Art des Planens» statt. Eingeladen waren Planungsverantwortliche der Gemeinden, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie die in Vorarlberg für Klimawandelanpassungen zuständigen Personen. Im Fokus standen bereits erfolgreich umgesetzte Beispiele, die einen ersten Einblick in diesen Planungsansatz gaben.

Ende April folgte ein Fachworkshop mit Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinden. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Regenwasser konkret in den Planungsprozessen der Gemeinden berücksichtigt werden kann. Dabei spielt auch die Kombination aus natürlich-ökologischen und technischen Lösungen eine wichtige Rolle. Die Umsetzung einer nachhaltigen und klimaresilienten Regenwasserbewirtschaftung gelingt jedenfalls nur, wenn diese frühzeitig im Planungsprozess berücksichtigt und von allen Fachdisziplinen, Verwaltung und den späteren Nutzerinnen und Nutzern mitgetragen wird.

Die Ergebnisse und Erkenntnisse dieser beiden Veranstaltungen fliessen direkt in die weitere Umsetzung des derzeit laufenden Agglomerationspro-gramms Rheintal ein. Gerade in den dicht besiedelten Ballungsräumen im Rheintal kann mit der Berücksichtigung von Regenwasser zudem ein qualitativer Ausgleich zur Innenentwicklung geschaffen werden, da durch diese Planungen auch naturnah gestaltete, hochwertige Frei- und Grünräume entstehen.

Wasserflächen erlebbar machen

Gemeint ist damit etwa, dass Wasserflächen an öffentlichen Orten erlebbar und zugänglich werden und damit ein Mehr an Lebensqualität für die Menschen gefördert wird. Zugleich dienen diese Flächen dem Wasserrückhalt bei Starkregen und der Abkühlung bei Hitzetagen.

«Die Raumplanung leistet damit einen Beitrag zur klimaangepassten Siedlungsentwicklung. Zugleich wird die Lebensraumqualität vor Ort durch die Nutzung von Wasser im öffentlichen Raum erhöht», so Reto Friedauer, Präsident Verein Agglomeration Rheintal, über die Bedeutung des aktuellen Arbeitsschwerpunktes des Vereins

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