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Das macht eine Weltenbummlerin, wenn sie nicht reisen kann

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#notraveltuesday: Für Menschen wie Travel Barbie, die das Reisen als Lebenselixier benötigen, ist die Empfehlung «bleiben Sie Zuhause» eine Tortur. Im heutigen #notraveltuesday schreibt Barbie von den Höhen und Tiefen des Alltags daheim.

Obwohl wir nicht undankbar sein wollen, Hand aufs Herz - wir alle haben echt genug von Corona. Letztes Jahr haben wir es teilweise noch als angenehm empfunden, dass sich unser «normales» Leben gezwungenermassen langsamer abspielt. Nun haben wir definitiv genug entschleunigt und entspannt.

Mir wurde die letzten Monate bewusst, wie sehr ich von der Vorfreude lebe. Vorfreude auf eine bevorstehende Reise, einen Ausflug, einen Geburtstag oder auf einen beliebigen Anlass. Auf all das mussten wir die letzten Monate verzichten und das frustriert. Immer wieder muss ich mir einreden, nicht negativ zu denken und mich an Dingen im Alltag zu erfreuen. Manchmal klappt es besser, manchmal weniger. Mir persönlich fehlen natürlich vor allem das Reisen und die Begegnungen mit Menschen.

Die letzten Wochen waren oft kalt und düster, wirklich viel liess sich nicht unternehmen. Doch der Frühling naht und damit die berechtigte Hoffnung, dass alles wieder besser wird.

Ich zeige dir auf, welche Dinge mir in meinem Alltag zurzeit Freude bereiten und gute Stimmung bringen:

Kochen, backen, ausprobieren:
Sonntagsbrunch mit meinem Verlobten:
Dies wurde zu einem Ritual und ich freue mich die ganze Woche auf den gemeinsamen Brunch. Ob Pancakes, selber gemachter Zopf und Brot oder eine Frühstücksbowl, jeden Sonntag zaubern wir uns etwas anderes.

Neue Menüs kochen:
Dank diversen Kochbüchern und Foodbloggern kochen wir jedes Wochenende aufwendige Menüs. Zeit haben wir genug. Umso mehr Freude macht es mir, wenn «manN» richtig begeistert davon ist und ich Lob für meine Kochkünste erhalte.

Raus an die frische Luft:
Der Samstagnachmittag-Spaziergang mit meiner besten Freundin im Rheinvorland und das anschliessende «käfelen» hat sich ebenfalls zu einer Routine entwickelt. Beste Freundinnen-Zeit ist Balsam für die Seele.

Spieleabende:
Meine liebe Schwägerin hat mir zum Geburtstag das perfekte Spiel geschenkt: «Big Citys». Du lernst auf lustige Art und Weise einiges über die Städte unserer Welt. Auch «Brändi Dog», immer noch mein absolutes Lieblingsspiel, wurde diesen Winter wieder häufiger gespielt. Im kleinen Kreis mit einer guten Flasche Wein und Snacks macht es umso mehr Spass.

Lesen:
In meiner Kindheit und Jugend habe ich sehr viel gelesen. Danach habe ich Büchern nicht mehr so viel Zeit gewidmet. Seit letztem Jahr lese ich wieder fast täglich und geniesse es sehr, in eine andere Welt einzutauchen. Meine Mutter ist eine Leseratte und mein früheres Kinderzimmer wurde seit meinem Auszug zur Bibliothek umfunktioniert. Ich kann mir also jederzeit spannende Bücher ausleihen.
Folgende Bücher habe ich in den letzten Wochen gelesen:

  • Das Café am Rande der Welt: Erzählungen über den Sinn des Lebens
  • Glücksprisen: Themen wie Optimismus, Erholung, Flow, Abschalten, Perfektionismus werden auf eine unterhaltsame Weise präsentiert. Dieses Buch wurde unter anderem von meinem Travelbuddy, meiner guten Freundin Alice, geschrieben.
  • Alle Romane von Jojo Moyes, wobei «Ein ganzes halbes Jahr», «Mein Herz in zwei Welten» und «Ein Bild von dir» meine Favoriten sind.
  • Frühstück bei Tiffany. Diese Kurzgeschichte ist einfach ein Klassiker.


Eine Weiterbildung beginnen:
Natürlich wäre es spannender, auf Online-Unterricht verzichten zu können, denn neue Kontakte zu knüpfen machen eine Aus- oder Weiterbildung interessanter. Trotzdem finde ich den Zeitpunkt gut, eine neue Herausforderung anzunehmen, denn du verpasst ja sonst nicht viel. Deshalb habe ich mich für eine Weiterbildung angemeldet, um etwas mehr Abwechslung in den Alltag zu bringen und mich weiter zu entwickeln.

Wohnung umgestalten:
Ganz nach dem Motto «zu Hause ist es am schönsten» dekoriert mein Verlobter unsere Wohnung immer wieder mal um und dank seinem grünen Daumen ist unsere Wohnung eine Boho-Oase, genau nach unserem Geschmack. Wir holen uns unsere geliebten und vermissten Hipster-Cafés einfach nach Hause.

Family First:
Alle die mich kennen wissen, wie wichtig mir Familie ist und wie viel ich mit meiner Familie unternehme. Zwar können wir zurzeit keine grossen Ausflüge unternehmen, aber jeden Mittag werden wir mit Mamas Essen verwöhnt und an meinen freien Tagen sitzen wir oft stundenlang in der Küche und quatschen. Obwohl wir uns täglich sehen, geht uns der Gesprächsstoff nie aus.

Fit bleiben:
Als Gruppenfitnesstrainerin kann ich zurzeit leider nicht unterrichten. Um trotzdem fit und gesund zu bleiben, versuche ich Abwechslung in meine Workouts zubringen. Eine tägliche Yoga-Routine mit Mady Morrison und ein sportliches Workout mit Pamela Reif gehören mittlerweile zu meinem Tagesablauf. Manchmal mache ich vor der Arbeit in der Arztpraxis meine Yoga-Übungen. Es motiviert, wenn du feststellst, wie beweglich du wirst, wieviel Energie du hast und wie gut sich das für Körper und Geist anfühlt.

…doch es darf zwischendurch auch einen lazy «Netflix and chill» Tag geben. Hier meine Lieblingsdokus auf Netflix:

  • David Attenborough Mein Leben auf diesem Planeten:
    Atemberaubende Naturaufnahmen, die unter die Haut gehen
  • Um die Welt mit Zac Efron:
    Spannend, lustig und kreativ um die Welt – und es gibt den hübschen Zac zu sehen…;)
  • Expedition Happiness:
    Inspirierende Geschichte, begleitet mit wunderschöner Musik – Fernweh garantiert!
  • Verdorben:
    Spannende Einblicke über die Nahrungsmittelversorgung
  • Ungesund:
    Interessante Fakten über Ernährungstrends
  • The gamechanger und What the health
    Diese beiden Dokus haben meinen Verlobten und mich bestärkt in unserer Vorliebe für pflanzliche Ernährung.

Träumen:
Normalerweise hätte ich zu diesem Zeitpunkt viele meiner Reisen für das laufende Jahr bereits organisiert und gebucht. Doch dieses Jahr muss alles spontan und offen bleiben. Nicht die Angst einer möglichen Ansteckung hält mich vom Reisen ab, es ist die Vorstellung, irgendwo stecken zu bleiben, sowie die Ungewissheit, dass sich wieder etwas mit den Bestimmungen ändert wird, bevor es losgehen kann.

Im Moment ist Urlaub in der Ferne nur möglich, wenn ich kontaktarm oder am besten kontaktlos reise. Deshalb möchte ich mir das Reisen aufsparen und intensiver nachholen, wenn es wieder möglich sein wird. Reisen ohne Begegnungen mit Menschen ist für mich nicht vorstellbar. Ich möchte keine verlassenen Bars, Strände und Städte besuchen, sondern warte geduldig, bis sich diese wunderbaren Orte wieder mit Leben füllen.

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