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(Pascal Isler)

«Das Level ist hoch und wird immer höher»

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Spektakuläre Sprünge und coole Moves sind bei ihm an der Tagesordnung – Jeromé Foré verbringt fast jede freie Minute auf dem Wakeboard. Dabei verfolgt er ein Ziel: Als Profi-Wakeboarder sein Geld zu verdienen. Für das Training reist er sogar ins Ausland.

Name: Jeromé Alter: 17 Wohnort: Thal Beruf: United School of Sports, Praktikum als Kaufmann

Wie bist du zum Wakeboarden gekommen?
Durch meinen Vater, der diesen Sport schon lange betreibt. Ich bin mit dem Wakeboarden aufgewachsen.

Was fasziniert dich daran?
Sobald ich auf dem Wasser bin, fühle ich mich frei. Ich konzentriere mich völlig aufs Wakeboarden und vergesse alles um mich herum.

Wo und wie oft trainierst du?
Ich trainiere täglich. Unter der Woche boarde ich auf dem Bodensee und am Wochenende entweder auf dem Luganersee, wo sich meine Lieblings-Wakeboard-Schule befindet, oder auf dem Ortasee in Italien. Der Ortasee liegt etwa eine Stunde von Mailand entfernt, ist klein und ruhig. Nebst dem See liebe ich das italienische Essen dort :)

Trainierst du auch im Winter?
Im Winter ist es in der Schweiz zu kalt fürs Training. Deshalb reise ich meistens nach Thailand, Brasilien oder Florida. Florida ist das Wakeboarder-Mekka. Dort kann ich mit Profis trainieren, die mich weiterbringen.

Wie sieht es dieses Jahr aus?
Ich plane, auch diesen Winter in die Wärme zu fliegen. Falls es möglich ist, nach Thailand und anschliessend nach Brasilien. Meistens kommt mein Vater, der gleichzeitig mein Trainer ist, mit. Dieses Jahr wird er in Thailand dabei sein, nach Brasilien reise ich allein. Ich geniesse die Zeit im Ausland immer sehr.
Wie finanzierst dein Hobby?
Zum grössten Teil unterstützen mich meine Eltern, die mir auch ein Boot zur Verfügung stellen. Zudem habe ich mehrere Sponsoren, die mich finanzieren.

Wie gross ist die Wakeboard-Szene im Rheintal?
Am Bodensee wächst die Szene stetig. Ich kenne viele Leute, die neu mit dem Sport beginnen. Leider gibt es am Bodensee nicht viele Möglichkeiten, den Sport zu erlernen, da es fast keine Wakeboard-Schulen gibt.

Und wie sieht es mit der Schweiz aus?
Auch auf die ganze Schweiz gesehen, wird Wakeboarden immer bekannter. Das Land hat zwar noch nicht viele Fahrer, jedoch extrem starke. Das Level ist hoch und wird immer höher.

Wie bringst du Sport und Schule unter einen Hut? 
Ich besuche die United School of Sports in St.Gallen. Die Schule ermöglicht die Kombination von Sport und Ausbildung. Zurzeit mache ich ein Praktikum als Kaufmann bei einer Firma, die mit der Schule zusammenarbeitet. Deshalb erhalte ich Zeit, um zu trainieren oder für Trainingslager.

Du möchtest Wakeboard-Profi werden. Wie möchtest du dieses Ziel erreichen?
Training, Training, Training… und an so vielen Wettkämpfen wie möglich teilnehmen. Das ist aber nicht alles: Um Profi zu werden, muss man sich gut auch vermarkten können.

Hast du dir schon einmal eine Verletzung zugezogen?
Nein, zum Glück noch nie. 

Gibt es auch negative Punkte beim Wakeboarden?
Ja, manche Stürze können wirklich schmerzhaft sein. Das gehört dazu. Mein Trainer sagt immer: «Go big or go home!»

 

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