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Alicia Lupieri studiert Fashion Design in Mailand.
Alicia Lupieri studiert Fashion Design in Mailand.

Coronavirus: «Meine Uni musste schliessen»

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In Italien werden nach den ersten Corona-Todesfällen drastische Sicherheitsmassnahmen vollzogen. Diese bekommt auch Alicia aus dem Rheintal zu spüren. Sie wohnt und studiert in Mailand. Doch seit Anfang Woche ist sie zurück in ihrem Heimatort. Ihre Universität ist wegen des Virus eine Sperrzone.

Name: Alicia Alter: 22 Wohnort: Mailand (ursprünglich St.Margrethen) Beruf: Studentin Fashion Design

Wie hast du die Situation in Mailand erlebt?
Man spürt die Sorge der Menschen. Viele tragen Atemmasken oder bedecken ihren Mund mit Handschuhen oder Schals. In den Supermärkten sind ganze Regale leergeräumt. Universitäten, darunter auch meine, wurden geschlossen und öffentliche Veranstaltungen abgesagt.

Seit wann ist die Situation in Mailand kritisch?
Man hat immer wieder von Erkrankungen in der Umgebung gehört, aber erst seit dem ersten Todesfall wurde man aufmerksam. Nach weiteren Fällen ging alles ziemlich schnell und seither sind einige Dörfer abgeriegelt.

Verunsichert dich das Virus?
Nein, ich habe eigentlich keine Angst. Aber wenn es in Mailand ausbricht, möchte ich nicht in meiner Wohnung feststecken.

War für dich sofort klar, dass du zurück in die Schweiz kommen willst?
Ja, aber nicht aus Angst, sondern weil ich nun eine Woche frei habe und schon eine Weile nicht mehr zu Hause war.

Wie lange bleibt deine Universität geschlossen?
Aktuell heisst es bis am 2. März. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die Schliessung länger dauert, wenn sich die Situation verschärft.

Was machst du zu Hause? Habt ihr Aufgaben für die freie Zeit bekommen?
Die Prüfungsphase ging kürzlich zu Ende und die erste Unterrichtswoche hätte starten sollen, deshalb mache ich momentan einfach Ferien.

Wie geht es deinen Freunden, die in Mailand wohnen?
Viele sind nach Hause geflogen, beispielsweise nach Mexico und Bulgarien. Die Anderen bleiben einfach in ihren Wohnungen und haben bereits Vorratseinkäufe getätigt. Atemmasken sind praktisch überall ausverkauft.

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