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Altstätten

Blend Friction sind live auf der Bühne in ihrem Element.
Blend Friction sind live auf der Bühne in ihrem Element. (Bild: pd)

Blend Friction: Lebende Musikbox mit Stimmgewalt

Monika Linder Kommentare

Zu den Newcomerbands auf der «Blues & Rock Night»-Bühne am 16. September auf der Altstätter Allmend gehört auch die Band Blend Friction. Zum Glück.

Wenn die Band mit der cha­rismatischen Sängerin Alison Monnat loslegt, herrscht sofort gute Stimmung im Publikum. Im Interview sprechen Alison und Gitarrist Ilay über Vorfreude und den ersten Song, den die Band coverte.  

Mit nur einem Punkt Unterschied habt ihr es bei unserem Bandwettbewerb auf  Platz zwei geschafft. Wie war eure Reaktion?  
Ilay: Ich habe das Jury-Resultat in unseren Band-Chat gestellt und die Freude war riesig! Dass wir fast gleichauf mit Novoid gezogen sind, haben wir definitiv als Kompliment gewertet und nicht als Enttäuschung. 

Was bedeutet es euch, mit  Novoid, den Black Diamonds und Marc Amacher am 16. September an der Premiere der «Rheintaler» Blues & Rock Night dabei zu sein? 
Alison: Es ist eine Ehre für uns. Es ist richtig fett. Der Druck steigt natürlich auch, aber eine unserer grossen Stärken ist, dass egal vor welchem Publikum wir auftreten, wir es bis jetzt immer geschafft haben, dass alle mitgesungen und mitgetanzt haben. Das gibt uns Sicherheit und noch mehr Vorfreude. Ich habe volles Vertrauen, dass wir eine super Show hinlegen
werden und die erste «Rheintaler» Blues & Rock Night richtig rocken. Es ist für uns eine grosse Chance. Unsere Freude ist riesig. 

Nebst euren eigenen Songs spielt ihr Coversongs. Welcher war der erste, den ihr gespielt habt?
Das war «You know my name» von Chris Cornell. Diese Wahl hatte einen praktischen Hintergrund. Das Lied haben Dani, Noah, Marvin und ich an der Kantonsschule Heerbrugg für ein Musikprojekt gespielt, damals zusammen mit Streichern und Bläsern. Es war der einzige Song, den alle zur Zeit der Bandgründung schon spielen konnten.

Chris Cornell bewegt sich stimmlich auf hohem Niveau. Was hat dir der Song abverlangt?
Ich habe vor der Bandgründung nie Rock gesungen. Growl, Overdrive und Rasp waren für mich ganz neu. Für diese Sounds braucht man eine ganz andere Gesangstechnick, die ich mir erst beibringen musste. «You know my name» war ein Einstieg, um meine Stimme nochmals anders kennenzulernen. Der neuste Coversong,  den wir uns vorgenommen haben, ist «When I’m gone» von Dirty Honey. Marc LaBelle singt sehr hoch und mit viel Dreck, wie man so sagt. In dieser Tonlage habe ich mich bisher noch nie gewagt Distortion zu singen. Der Song ist eine neue Herausforderung für mich, wie für die Jungs.

Kannst du eigentlich alles singen, was du dir vornimmst?
Es gibt wenige Vocals, bei denen ich aufgeben musste. Ein Song, den wir mal spielen wollten und nicht funktioniert hat, ist «Centuries» von Fall Out Boy.  Für den Sänger ist es genau die richtige Tonlage - für mich war sie leider zu tief. Ich habe einfach keine Möglichkeit gefunden, die nötige Power in meine Stimme zu bringen und an gewissen Stellen ging mir einfach die Puste aus. Ich habe es so oft versucht: Keine Chance. Der Perfektionist der Band ist aber grundsätzlich der Mann am Keyboard, Noah. In Sachen Musiktheorie und Gehör kann ihm niemand von uns das Wasser reichen.

Wer bringt Songvorschläge in die Band ein?    
Die Diskussionen, welchen Song wir als nächstes spielen wollen, sind meist recht lang, weil er uns allen gefallen muss. Kommen wir nicht zu einer Entscheidung habe aber meistens ich dann das letzte Wort. Als Frontfrau nehme ich mir auch das Recht heraus den Jungs ab und an ein wenig in den Allerwertesten zu treten, um wieder etwas Schwung in die Bude zu bringen.

Mit Novoid gehört ihr zu den Newcomerbands auf der Bühne. Kennt ihr euch?  

Gitarrist Ilay: Ja, und habe sie schon viel zu lange nicht mehr getroffen. Ich freue mich auch auf die Bandmitglieder, das wird sicher wieder genial. Nach dem Auftritt trifft man sich noch auf ein Bier oder zwei an einem Feststand. Alison: Wir wollten schon lange Mal ein Konzert mit Novoid zusammen auf die Beine stellen. Es sind alles grossartige Künstler und wir werden bestimmt eine gute Zeit haben.

Hier geht es zur Website der Band.

 

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