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Rheineck

Die Stadt Rheineck muss in die Kindergarteninfrastruktur investieren, damit die Kinder auch künftig unbeschwert unterrichtet werden können.
Die Stadt Rheineck muss in die Kindergarteninfrastruktur investieren, damit die Kinder auch künftig unbeschwert unterrichtet werden können. (Bild: pd)

Bevölkerung wird in strategische Kindergarten-Planung einbezogen

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Die drei Rheinecker Kindergärten «Buhof», «Kugelwis» und «Löwenhof» sind stark sanierungsbedürftig. Zudem erfüllen die Räume die heutigen Anforderungen nicht mehr. Nun soll die Bevölkerung mitbestimmen, wie die Strategie der Raumentwicklung aussehen soll. Am 19. Mai findet ein erster Informationsanlass statt.

Die Stadt Rheineck muss in die Erneuerung der Kindergärten investieren. Diese sind zwischen 52 und 86 Jahre alt und allesamt stark sanierungsbedürftig. Grund genug, um sich gesamthaft Gedanken zur Entwicklung der Räumlichkeiten zu machen. «Es gibt verschiedene Lösungsansätze, wie der Bedarf künftig gedeckt werden kann», sagt Stadtpräsident Urs Müller. In den letzten Monaten hat die Baukommission diverse Ideen zusammengetragen. Der Entscheid, welche Entwicklungs-Strategie gewählt wird, ist noch nicht gefallen. «Uns ist es wichtig, die Bevölkerung in einer frühen Phase mit in den Prozess zu involvieren. Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam eine mehrheitsfähige, zweckmässige und finanzierbare Lösung erarbeiten können», zeigt sich Urs Müller zuversichtlich.

Am Donnerstag, 19. Mai, findet um 19:30 Uhr im Hechtsaal in Rheineck ein öffentlicher Informationsanlass statt. Den Teilnehmenden werden die verschiedenen Varianten vorgestellt. Aufgabe der Besucherinnen und Besucher wird es dann sein, sich selbst über die allfälligen Vor- und Nachteile der einzelnen Ideen Gedanken zu machen. Die interessierte Bevölkerung soll nämlich mitbestimmen, was für eine Strategie bei der Raumplanung für die Kindergärten verfolgt werden soll.

Zweiter Anlauf nötig

Bereits vor fünf Jahren hat sich der damalige Stadtrat der Erneuerung der Kindergärten angenommen. Damals brachte die Behörde einen Neubau eines Kindergartenzentrums zur Abstimmung. Die Vorlage wurde an der Urne allerdings abgelehnt. Der dringende Sanierungsbedarf oder allenfalls die Notwendigkeit von Ersatzbauten besteht deshalb nach wie vor. Die Situation in den Kindergärten spitzt sich von Jahr zu Jahr zu. Deshalb hat der Stadtrat entschieden, die Raumentwicklung wieder an die Hand zu nehmen und voranzutreiben. Eine Baukommission wurde in der Zwischenzeit eingesetzt. Dieser gehören nebst Stadtpräsident Urs Müller auch die Stadträtin Anin Wider, Stadtrat Gilbert Lapp, Schulkommissionspräsidentin Angelika Margadant, Schulkommissionsmitglied Claudia Tobler sowie mit beratender Stimme der Primarschulleiter Björn Dokter und Stadtschreiber Marco Forrer an. Anders als beim ersten Anlauf wird die Baukommission der Bevölkerung nicht ein fertiges Projekt präsentieren, sondern diese zur Mitwirkung auffordern.

Eindrückliche Begehung

Damit die Bevölkerung einen Eindruck vom aktuellen Zustand der Kindergärten hat, fand am 30. April ein Tag der offenen Kindergarten-Türen statt. Eltern, Grosseltern und Interessierte hatten so die Gelegenheit die Räumlichkeiten zu besichtigen, in denen die Kinder unterrichtet werden. Zudem standen Angehörige der Baukommission sowie der Kindergärten für Fragen zur Verfügung. «Der Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern war sehr wertvoll», sagt Schulkommissions-präsidentin Angelika Margadant. Es entstanden Gespräche, in denen die Vorzüge der einzelnen Kindergartenstandorte sowie die Erwartungen der Eltern zur Sprache kamen. Diese sollen nun am öffentlichen Informationsanlass vom 19. Mai gesammelt werden. Die daraus gewonnenen Kenntnisse dienen der Baukommission als Grundlage für die Weiterbearbeitung der Entwicklung der räumlichen Kindergartenstrategie.

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