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St. Margrethen

Die langjährigen und letztes Jahr ausgeschiedenen Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission Paul  Gerosa (l.) und Hans-Jacob Ittensohn (r.) wurden von Präsident Rolf Künzler verabschiedet.
Die langjährigen und letztes Jahr ausgeschiedenen Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission Paul Gerosa (l.) und Hans-Jacob Ittensohn (r.) wurden von Präsident Rolf Künzler verabschiedet. (Bild: Ulrike Huber)

Besser als erwartet

Gerhard Huber Kommentare

Auf ein erfolgreiches Jahr durfte die Ortsgemeinde St. Margrethen an der Ortsbürgerversammlung zurückblicken.

Präsident Rolf Künzler konnte auf der Ortsbürgerversammlung der Ortsgemeinde St. Margrethen 162 stimmberechtigte Bürger von insgesamt 679 begrüssen. Mit Stolz präsentierte Künzler die Verwaltungsrechnung 2016, die bedeutend besser als erwartet ­abgeschlossen hatte. Anstatt des budgetierten Verlustes von 34200 Franken gab es ein minimales Plus von 18.18 Franken. Wie ist es zu diesem guten Ergebnis gekommen? Zum einen ist die Sanierung der diversen Waldstrassen günstiger ausgefallen und war der Aufwand für die Lieferung der Holzschnitzel tiefer als erwartet.

Höhere Rückerstattungen für den Ausbau des Torkels

Zum anderen gab es vom Amt für Kultur der politischen Gemeinde für den perfekt gelungenen Ausbau des Torkel Romenschwanden höhere Rückerstattungen als angenommen.

Präsident Künzler hob zu Recht besonders die Rheintal Forst AG mit Förster Sepp Benz hervor. Denn diese habe 2016 ein sehr gutes Ergebnis erzielt, was die Ortsgemeinde als grössten Aktionär natürlich freue. Durch kostenoptimierte Arbeit in einem schwierigen Umfeld mit seit ­Jahren tiefen Holzpreisen sei ein Jahresergebnis erzielt worden, dass dem Verwaltungsrat eine Gewinnausschüttung von 15 % auf dem nominellen Aktienkapital möglich mache.

Holzschnitzelheizung durch Mineralbad gut ausgelastet

Die bis Ende September 2016 nur spärlich genutzte Holzschnitzelheizung sei durch die Wiedereröffnung des Mineralheilbades jetzt wieder gut ausgelastet. Ein mehrjähriger Vertrag mit dem neuen Eigentümer des Bades, der Firma ITW, erlaube es, das Badewasser ebenso wie das Altenwohnheim und den Kindergarten mit CO2-neutraler Biomasse zu heizen. Positiver Nebeneffekt: die in den Wäldern der Orts­gemeinde gewonnenen Hackschnitzel können jetzt wieder gewinnbringend verkauft werden.Deshalb ist es auch möglich, im Voranschlag 2017 Abschreibungen auf die Holzschnitzelheizung von 50000 Franken vorzunehmen und einen erwarteten Gewinn von 178000 Franken auszuweisen. Sowohl Rechnungs­abschluss als auch Voranschlag wurden ohne Gegenstimmen ­angenommen. Der einzige von einem Versammlungsteilnehmer gestellte Änderungsantrag auf eine Erhöhung des für den ­Bürgerbund vorgesehenen Zuschusses hatte zuvor bereits kein Stimmenmehr erhalten. Die erschienenen Ortsbürger durften sich an diesem Abend nicht nur über die guten finanziellen Ergebnisse und Prognosen erfreuen, sondern erhielten mit «The Sam Singers» einen musikalischen Leckerbissen vorgesetzt, der dafür sorgte, dass noch lange nach Schluss der offiziellen Versammlung das gesellige Beisammensein gepflegt wurde.

Gerhard Huber