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Der Weinbauverein wird sich auch nach seiner Umorganisierung der Pflege der Reblagen am Monstein widmen.
Der Weinbauverein wird sich auch nach seiner Umorganisierung der Pflege der Reblagen am Monstein widmen. (Bild: pd)

Auer Weinbaugenossenschaft ist neu ein Verein

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Neuer Name, gleiche Ziele: Die seit 95 Jahren bestehende Weinbaugenossenschaft Au wird neu wegen der kantonalen Mindeststeuer für nicht gewinnorientierte Genossenschaften zu einem Verein. Die Ziele bleiben gleich.

Die HV der Weinbaugenossenschaft war gezwungen, die Auf­lösung der Organisation zu beschliessen. Wie viele andere Genossenschaften im Kanton, wurde auch sie 2016 von einer hohen Steuerrechnung überrascht. Die Ursache ist die Änderung des Steuergesetzes durch den Grossen Rat: Bei der Mindeststeuer von über 800 Franken würden alle Mitgliederbeiträge praktisch direkt in die Staatskasse fliessen.

Weil darum entweder der Mitgliederbeitrag erhöht oder die Gemeinde um einen grossen Batzen angesucht werden müsste, schlug der Vorstand die Auflösung der Genossenschaft bei gleichzeitiger Gründung eines Vereins mit gleichen Zielen statt. Dem stimmte die HV zu: Der Weinbauverein Au war gegründet. Damit fallen Steuerpflicht und kostenpflichtige Veröffentlichung von Änderungen im Vorstand weg. Als Liquidator der Genossenschaft wurde Kassier André Mégroz bestimmt. Das Genossenschaftsvermögen geht nach Abschluss der Liquidation an die politische Gemeinde, die den Betrag dann an den Nachfolgeverein überweisen wird.

Der neue Weinbauverein verfolgt die gleichen Ziele

Der Weinbauverein bezweckt gemäss Statuten als nicht gewinnorientierter Verein die Förderung des Weinbaus in der Gemeinde mit Aktivitäten wie Infoveranstaltungen, Exkursionen, Degustationen, Erfahrungsaustausch sowie dem Genuss der Auer Weine. Auch der Austausch mit ähnlichen Organisationen ist ein Ziel. Die Mitgliedschaft steht Personen und Organisationen offen, Beitrittsgesuche sind an den Vorstand zu richten.

In den Vorstand wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder der Weinbaugenossenschaft gewählt: Hubert Zoller (Präsident), André Mégroz (Kassier), Manfred Zoller, Beat Güntert und Albert Schöbi (Aktuar). Die Revision machen weiterhin Alfred Coreth und Stephan Widmer.

Die ordentlichen Jahresgeschäfte waren zuvor speditiv abgewickelt worden. Hubert Zoller orientierte im Jahresbericht über das Rebjahr 2016. An den Auer Rebhängen wurde eine gute Traubenqualität erreicht. Wegen des nassen Frühjahrs, das zu einer schwierigen Blütezeit und Infektionen an den Rebstöcken führte, fiel die Menge geernteter Trauben mit 35643 Kilo jedoch unterdurchschnittlich aus. André Mégroz orientierte über die Finanzen. Die Rechnung 2016 schloss mit einem Verlust von 474 Franken, das Eigenvermögen beträgt 4564 Franken. Massgebend für den Verlust waren die eingangs erwähnten Steuerkosten.

Der Weinbauverein Au lädt am Dienstag, 23. Mai, ab 18 Uhr auf dem Auer Kirchplatz im Rahmen des Einwohnerverein-Höcks zur Degustation von Monsteiner Weinen ein. Der Weinbauverein freut sich, seine Weine der Bevölkerung vorzustellen. (pd)