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Heerbrugg

  • Seit gestern Mittwoch gehört die Gemeinde Au zur Amtsvormundschaft Mittelrheintal (AVMR). Marcel Fürer (Gemeinderatsschreiber Au, von links) Christian Sepin (Gemeindepräsident Au), Silvia Troxler (Präsidentin AVMR) und Christoph Gloor (Leiter AVMR) besiegeln den Beitritt mit ihrer Unterschrift.
    Seit gestern Mittwoch gehört die Gemeinde Au zur Amtsvormundschaft Mittelrheintal (AVMR). Marcel Fürer (Gemeinderatsschreiber Au, von links) Christian Sepin (Gemeindepräsident Au), Silvia Troxler (Präsidentin AVMR) und Christoph Gloor (Leiter AVMR) besiegeln den Beitritt mit ihrer Unterschrift. (Monika von der Linden)
  • Präsidentin Silvia Troxler (von links) und das Team der Amtsvormundschaft Mittelrheintal: Nicole Fritsche, Christoph Gloor (Leiter), Barbara Gantenbein, Kathrin Erismann, Linda Warth, Carina Buschor sowie Christian Sepin (Gemeindepräsident Au) und Marcel Fürer (Gemeinderatsschreiber Au).
    Präsidentin Silvia Troxler (von links) und das Team der Amtsvormundschaft Mittelrheintal: Nicole Fritsche, Christoph Gloor (Leiter), Barbara Gantenbein, Kathrin Erismann, Linda Warth, Carina Buschor sowie Christian Sepin (Gemeindepräsident Au) und Marcel Fürer (Gemeinderatsschreiber Au). (Monika von der Linden)
  • Seit gestern Mittwoch gehört die Gemeinde Au zur Amtsvormundschaft Mittelrheintal (AVMR). Marcel Fürer (Gemeinderatsschreiber Au, von links) Christian Sepin (Gemeindepräsident Au), Silvia Troxler (Präsidentin AVMR) und Christoph Gloor (Leiter AVMR) besiegeln den Beitritt mit ihrer Unterschrift.
  • Präsidentin Silvia Troxler (von links) und das Team der Amtsvormundschaft Mittelrheintal: Nicole Fritsche, Christoph Gloor (Leiter), Barbara Gantenbein, Kathrin Erismann, Linda Warth, Carina Buschor sowie Christian Sepin (Gemeindepräsident Au) und Marcel Fürer (Gemeinderatsschreiber Au).

Au tritt Amtsvormundschaft bei

Monika Von Der Linden Kommentare

Die Gemeinde Au ist dem regionalen Verbund der Amtsvormundschaft Mittelrheintal beigetreten. Gestern unterzeichneten die Verantwortlichen den Vertrag. «Das ist ein grosses Zeichen für das Zusammenrücken im Rheintal», sagt Gemeindepräsident Christian Sepin.

HEERBRUGG. Als Christian Sepin am Mittwochmittag die Räume an der Balgacherstrasse 210 in Heerbrugg betritt, erinnert er sich daran, wie er als Präsident der Schule Diepoldsau am Aufbau der Schulsozialarbeit beteiligt war. Damals hatten die Sozialen Dienste Mittelrheintal (SDM) ihr Domizil noch an dieser Adresse.

Nun ist Christian Sepin Gemeindepräsident in Au und wieder am gleichen Ort. Diesmal ist die Amtsvormundschaft Mittelrheintal (AVMR) im oberen Stockwerk sein Ziel. Er ist nicht zu Besuch, er gehört nun auch dem regionalen Verbund an. Das will er formell besiegeln. Er und Gemeinderatsschreiber Marcel Fürer treffen Silvia Troxler und Christoph Gloor zur Unterzeichnung des Vertrags. Die Präsidentin und der Leiter der AVMR begrüssen den Schritt sehr. «Es ist ein spezieller Moment, dass heute Au am Tisch sitzt», sagt Silvia Troxler.

Die letzte Lücke schliessen

Nachdem der AMVR im Jahr 1992 ins Leben gerufen war, blieben die Gründergemeinden Balgach, Berneck, Diepoldsau und Widnau lange unter sich. Im Januar 2013 stiess St. Margrethen hinzu und nun hat der Gemeinderat Au beschlossen, die Lücke in der Landschaft der AMVR zu schliessen», sagt Christian Sepin. Bisher organisierte Au die professionell organisierte Beistandschaft (früher Vormundschaft) selbst – im Rahmen der Sozialen Dienste Au. Ein personeller Engpass veranlasste den Gemeinderat, die Organisation zu überdenken. Ein Mitarbeiter der Sozialen Dienste Au kündigte, ein anderer war erkrankt.

Weiter bannt Au die Gefahr eines Interessenkonflikts. «Diesen gab es bisher zwar nicht, er ist aber denkbar», sagt Christian Sepin und nennt ein Beispiel: Bezieht ein Klient Sozialhilfe und hat einen Beistand, ist die gleiche Behörde zuständig. Es könnte passieren, dass die finanziellen Interessen der Gemeinde Vorrang bekämen.

Die AVMR führt die Aufträge der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Rheintal aus. «Früher hiess es, wir sollen dem Klienten mit Rat und Tat unterstützen», sagt Christoph Gloor. «Heute kann der Auftrag lauten, ein detailliertes Budget zu führen.»

Das Sozialamt in Au bleibt als Anlaufstelle für Hilfesuchende bestehen. «Und auch die individuelle Betreuung eines Klienten», sagt Silvia Troxler. Der Zusammenschluss mit Au geschehe auch im Sinne der Region und vereinfache die Arbeit der Kesb, sagt die Präsidentin. Fällt ein Mitarbeiter aus, wie aktuell in Au, ist die Stellvertretung geregelt. Die achtzig bestehenden Mandate der Gemeinde Au werden schrittweise in die AVMR überführt, sobald die Ressourcen vorhanden sind, der Stellenplan aufgestockt ist. Neue Fälle werden ab sofort in Heerbrugg geführt. «Zieht ein Auer Klient innerhalb des Mittelrheintals um, muss das Mandat nun nicht mehr übertragen werden», sagt Christoph Gloor.

Kein Wiedereintritt in die SDM

Ist der heutige Beitritt ein erster Schritt für den Wiedereintritt der Gemeinde Au in die SDM?

Christian Sepin: «Das ist kein Thema im Moment. Die beratende Sozialhilfe funktioniert in Au sehr gut. Es gibt keinen Handlungsbedarf, weil sie sich nicht mit der Beistandschaft kreuzt.»

Christian Sepin ist froh, dass alles so schnell und unkompliziert abgewickelt wurde. Gerade haben er, Silvia Troxler, Christoph Gloor und Marcel Fürer den Vertrag unterschrieben. «Das ist ein grosses Zeichen für das Zusammenrücken im Rheintal.»

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