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Rheineck

Von den Asylsuchenden sei die Möglichkeit, Einsätze für die Allgemeinheit zu leisten, sehr geschätzt worden, schreibt die Stadt. Unser Bild zeigt zwei Einsatzkräfte zusammen mit Christian Borer.
Von den Asylsuchenden sei die Möglichkeit, Einsätze für die Allgemeinheit zu leisten, sehr geschätzt worden, schreibt die Stadt. Unser Bild zeigt zwei Einsatzkräfte zusammen mit Christian Borer. (sk)

Asylunterkunft frühzeitig geschlossen

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Die Unterkunft für Asylsuchende in der Mehrzweckanlage in Rheineck wurde per Mitte November frühzeitig geschlossen. Der Stadtrat und das Migrationsamt sind mit dem Verlauf und dem Ergebnis der befristeten Unterbringung von Asylsuchenden „sehr zufrieden“.

Als Rheinecks Stadtbevölkerung im Sommer über die Nutzung der Mehrzweckanlage informiert wurde, gab es auch skeptische Stimmen, sogar Unterschriften gegen das Vorhaben wurden gesammelt. Andere Bürgerinnen und Bürger boten spontan ihre Hilfe an.

Anfangs war von bis zu hundert Asylsuchenden die Rede gewesen, die vorübergehend in Rheineck leben sollten. Tatsächlich war die Zahl dann deutlich tiefer als erwartet. Von Mitte Juli bis Mitte November wurden in der grösstenteils unterirdischen Mehrzweckanlage Rheineck bis zu 60 Personen aus rund 15 verschiedenen Nationen beherbergt.

Die Stadt schreibt in einer Medienmitteilung, der Zentrumsbetrieb sei ruhig und geordnet verlaufen. Neben den verschiedenen Arbeiten in der Unterkunft (Ämtli) und dem Deutschunterricht hätten diverse gemeinnützige Arbeitseinsätze Struktur in den Tagesablauf der asylsuchenden Menschen gebracht.

Das Bauamt der Stadt Rheineck konnte bei der Erledigung verschiedener Aufgaben innerhalb der Gemeinde von Asylsuchenden unterstützt werden. So wurde unter anderem Unkraut gejätet, Pflanzen wurden zurückgeschnitten, Abfall eingesammelt und die Aussenanlage des Schwimmbads für den Winter vorbereitet. Die Asylsuchenden hätten die Möglichkeit, solche Einsätze zu leisten, sehr geschätzt, schreibt die Stadt.

Der befristete Zentrumsbetrieb war ursprünglich bis Ende Dezember geplant. Weil die Zahl von Asylgesuchen gegenüber dem letzten Jahr stark gesunkenen ist,  wurde das Zentrum vorzeitig geschlossen.

Der grösste Teil der Bewohner wurde auf verschiedene Gemeinden im Kanton St.Gallen verteilt. Etwa ein Dutzend Asylsuchende zogen letzte Woche ins nahe gelegene Zentrum für Asylsuchende Landegg in Eggersriet um.

Das Migrationsamt dankt der Stadt Rheineck und seiner Bevölkerung,  insbesondere aber auch der Vielzahl von freiwilligen Helferinnen und Helfern für die gute, spontane Zusammenarbeit und die unkomplizierte Unterstützung.