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Yanik Breitenmoser und Angela De Felice in Cannobio.
Yanik Breitenmoser und Angela De Felice in Cannobio. (pd)

Angela De Felice von Kampf zu Kampf zurück zur Topform

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Nach Startschwierigkeiten am EUBC-Turnier in Budapest im Mai, wo Angela De Felice nach achtmonatiger Kampfpause schon im Halbfinal gegen Ungarn ausschied (danach aber für die Schweiz Bronze gewann), steigert sich die junge Rheintalerin nun wieder von Kampf zu Kampf.

Boxen So holte sie sich Anfang Juni in Mikulov (Tschechien) in der Kategorie bis 48 kg Silber – und am gleichen Turnier gleich auch noch Gold in der Kategorie bis 52 kg.

Am letzten Wochenende startete das Rheintaler Team Olympic Boxing New Generation an einem internationalen Boxmeeting, das vom Fight Gym Club Lugano in Kooperation mit dem Box Club Locarno organisiert wurde, in Cannobio.

Debüt für Balgacher, Prestigesieg für De Felice

An diesem Meeting gab Nachwuchsboxer Yanik Breitenmoser aus Balgach das Kampfdebüt. Breitenmoser, ein ausgezeichneter Techniker, wurde von seinem Gegner mit unkontrollierten Schwingern, Tief- und Innenhandschlägen buchstäblich überrollt. Nachdem er zweimal angezählt wurde und sein Gegner ohne Verwarnung davonkam, verlor er nach Punkten.

In Kampf 12 der Fight Night standen sich Angela De Felice und Kata Pap gegenüber, eine Boxerin aus dem ungarischen Nationalteam, die für diesen Kampf eingeladen wurde. Sie gilt als eine der erfahrensten und stärksten Rivalinnen der Widnauerin, was einen spannenden Kampf versprach. Nach einem energischen Schlagabtausch um das innere Viereck merkte man sofort, dass ein sehr hohes Niveau geboxt wurde.

De Felice versuchte sofort, den Kampf zu steuern. Sie boxte stabil mit Doppeldeckung und setzte ihre Kontrahentin stets mit Drei- bis Fünfer-Kombinationen unter Druck. In der zweiten Runde gelang ihr eine Steigerung. Sie brachte eine Härte in den Kampf, mit der ihr Gegenüber gar nicht gerechnet hatte. Die letzte Runde konnte De Felice deshalb locker angehen, da sie nach Punkten vorne lag. Sie federte durch den Ring, zermürbte ihre Gegnerin mit einzelnen Treffern und zeigte, dass sie auch auf der langen Distanz kämpfen kann. Nach drei Runden besiegte sie ihre äusserst starke Gegnerin mit 3:0.

Die Widnauerin geht mit der Kampfbilanz von vier internationalen Kämpfen in zwei Monaten entspannt in die Sommerpause. Sie holte nämlich dabei zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze. (pd)

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