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  • Nicole und Ryoma befassen sich mit unkonventionellen Themen und schreiben darüber auf injectionmag.com
    Nicole und Ryoma befassen sich mit unkonventionellen Themen und schreiben darüber auf injectionmag.com
  • (Injection Magazine)
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  • Nicole und Ryoma befassen sich mit unkonventionellen Themen und schreiben darüber auf injectionmag.com

Andersartig und ohne Tabu: Injection Magazine teilt besondere Geschichten

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«Ich bin kein Mädchen und kein Junge», «Wieso mich masturbieren in der Öffentlichkeit anmacht» oder «Ich verkaufe meine getragenen Unterhosen an Fremde» – diese und mehr Geschichten veröffentlicht Injection Magazine. Die Rheintalerinnen Nicole und Ryoma haben das Online-Magazin ins Leben gerufen. Im Interview erzählen die Freundinnen, wie sie es trotz Distanz geschafft haben, das Magazin auf die Beine zu stellen und warum Corona dabei hilfreich war.

Name: Nicole Alter: 23 Wohnort: Au Beruf: Angehende Studentin Master of Arts in Media, Campaigning and Social Change
Name: Ryoma Alter: 22 Wohnort: Lüchingen Beruf: Studentin Bachelor of Arts in Fashion Design and Technology

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein Online-Magazin zu gründen?
Die Idee kam uns eines Nachts in Paris, wo Ryoma die letzten zwei Jahre wohnte. An jenem Abend gingen wir nicht in den Ausgang, sondern blieben zu Hause, redeten die Nacht durch und sammelten unsere Ideen. Nebenbei hatten wir die Notizen auf dem Handy geöffnet, um alles zu notieren, was uns durch den Kopf ging. Wir verfolgen ähnliche Interessen und haben oft die gleichen Ansichten, weshalb es einfach war, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

Wie lange habt ihr bis zum Release daran gearbeitet?
Von der Idee im Oktober 2019 bis zum Release dauerte es etwa ein halbes Jahr. Da wir beide in unterschiedlichen Ländern studierten (Ryoma in Paris und Nicole in Mailand) waren regelmässige Treffen nicht möglich. Deshalb kommunizierten wir einmal in der Woche via Facetime, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Intensiv wurde es dann im März. Wegen des Coronavirus und der Schliessung unserer Universitäten gingen wir zurück ins Rheintal und konnten uns persönlich treffen. Diese Zeit nutzten wir, um bis zum Release im Mai täglich an Injection zu arbeiten.

Wie ist das Konzept von Injection Magazine?
Wir möchten Menschen eine Stimme geben, die in der Gesellschaft nicht gehört werden. Injection steht für Offenheit und Akzeptanz. Durch die Artikel wollen wir anderen «unnormale» Dinge näherbringen, ihren Horizont erweitern und über unkonventionelle Geschehnisse berichten.

Wer steckt hinter der Page?
Hauptsächlich verwalten wir beide die Seite. Jedoch wollen wir eine Plattform bieten, wo jeder etwas beitragen kann. In der Rubrik «Share your Story» können Externe ihre Erlebnisse erzählen. Weil das Magazin auf Englisch ist, erreichen wir mehr Menschen und deren Geschichten. So durften wir beispielsweise schon über Personen aus London oder Tokio berichten.

Wie kommt ihr auf die Themen?
Meistens fallen sie uns spontan ein. Wir haben schon eine ganze Liste mit Themen erstellt, die wir noch behandeln wollen. Manchmal inspirieren uns unsere Freunde oder jemand schreibt uns auf Instagram. Uns ist es wichtig, dass die Themen eine Bedeutung haben. Die Artikel sollen die Menschen weiterbringen und bewegen. Meistens schreiben wir über Dinge, die uns selbst interessieren und wir mehr darüber wissen wollen. Worüber wir sicher nie berichten werden, ist Promi-Gossip.

Eine Frau, die ihre Unterwäsche verkauft, hat euch ein Interview gegeben. Wie findet ihr solche Interviewpartner?
Eigentlich ganz einfach: Wir schreiben die Personen auf Instagram an. Wenn wir ein Thema haben, recherchieren wir, wer uns dazu Auskunft geben kann und werden meistens auf Social Media fündig. Personen, die sich offen auf sozialen Plattformen zeigen, sind meistens auch bei einem Interview dabei.

Injection Magazine ist bald seit drei Monaten online. Wie sind die Rückmeldungen?
Durchaus positiv! Wir sind mega überrascht, wie viele Menschen uns unterstützen und cool finden, was wir machen. Negatives Feedback gab es bis jetzt noch nicht – oder wir haben es nicht mitbekommen.

Wann schreibt ihr die Artikel?
In unserer Freizeit. Wir versuchen, uns regelmässig zu treffen, um gemeinsam an Injection zu arbeiten. Wenn das nicht klappt, schreiben wir manchmal alleine, damit wir wöchentlich einen bis zwei Artikel publizieren können. Im Frühling haben wir viele Artikel vorproduziert, aber manchmal kommen wichtige Themen dazwischen, wie die «Black Lives Matter»-Debatte. Im September wird sich einiges ändern: Dann ziehen wir gemeinsam in eine Wohnung in London, da wir dort studieren werden. Auf diese Zeit freuen wir uns besonders, da wir mehr Zeit in Injection investieren können und gemeinsam an Projekten arbeiten können.

Verdient ihr Geld mit dem Magazin?
Nein, wir haben Injection aufgebaut, weil wir Spass daran haben. Natürlich wäre es schön, eines Tages damit Geld zu verdienen. Wir arbeiten auf jeden Fall weiter daran…

Was ist euer Ziel mit Injection?
Wir wollen eine Community aufbauen, in der sich Leute gegenseitig unterstützen und gemeinsam etwas erreichen. Wir wollen relevant und qualitativ bleiben. Es wäre toll, Injection hauptberuflich zu machen. Jedoch wollen wir uns nicht nur auf das Magazin beschränken. Schon geplant sind Events oder Merch.

Und was wäre euer Traum?
Zu einer grossen Fashionshow, etwa von Prada oder Burberry, offiziell eingeladen zu werden, wäre mega. Ein weiterer Traum wäre, ein Editorial für ein Magazin machen zu dürfen. Wir glauben fest daran, dass man alles erreichen kann, wenn man es will.

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