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Wie viele Setzlinge von Randen und Sellerie man zur Selbstversorgung braucht, lässt sich berechnen.
Wie viele Setzlinge von Randen und Sellerie man zur Selbstversorgung braucht, lässt sich berechnen. (Bild: Eveline Dudda)

Anbauplan statt Anbauschlacht

Eveline Dudda Kommentare

Foodwaste entsteht mitunter auch im Garten. Meistens ist falsche Planung der Grund, oft wurde einfach zu viel angebaut oder zu wenig gegessen.

Beim Lagergemüse lässt sich der Pflanzen- und Flächenbedarf relativ einfach ausrechnen. Überlegen Sie zuerst, wie viel Sie von dem jeweiligen Gemüse pro Woche benötigen und wie lange die Ernte- und Lagersaison in etwa dauert. Das ergibt die ideale Pflanzenzahl. Schauen Sie dann auch noch nach, in welchem Abstand das Gemüse angebaut wird, können Sie die erforderliche Fläche ausrechnen.

Benötigen Sie zum Beispiel zwei Sellerieknollen pro Woche, brauchen Sie in der Ernte- und Lagerzeit von Oktober bis März (= 24 Wochen) 48 Sellerieknollen. Bei einem Pflanzabstand von 35 cm in der Reihe und drei Reihen pro 1,20 m breitem Beet, kann man neun Sellerieknollen pro Laufmeter Beet ernten. Für 48 Sellerieknollen wird folglich ein 5 m langes und 1,20 m breites Beet benötigt.

Nach dem selben Muster berechnet man den Flächenbedarf bei Randen: Verzehrt jemand pro Woche drei durchschnittlich grosse Randen und will sie von Oktober bis Ende April lagern (= 28 Wochen), werden 84 Randen benötigt. Bei einem Abstand in der Reihe von 10 cm und vier Reihen auf einem 1,20 m breiten Beet, kann man 40 Randen pro Laufmeter Beet ernten. Das bedeutet, dass man mit nur zwei Laufmetern Gartenbeet so viele Randen ernten kann, wie man für 28 Wochen braucht. Nimmt man dann noch einen Laufmeter für die frühere Saat zum Direktessen und für einige Babyranden dazu, ist man mit einem 3 m langen Beet in Sachen Randen bestens bedient.

Beim Frischgemüse ist das Berechnen schwieriger. Da entstehen Überschüsse oft dadurch, dass vieles – witterungsbedingt – gleichzeitig reif wird. Doch auch hier gilt: Wer sich im Voraus die gewünschten Mengen notiert, lässt sich weniger dazu verleiten, viel zu viele Setzlinge zu kaufen.

Dazu noch ein Tipp: Im Gartenfachgeschäft kann man Setzlinge oft einzeln kaufen und muss nicht zu einem Sechserpack greifen, obwohl man nur drei Pflanzen braucht. So kann man nicht nur Foodwaste, sondern auch Erntestress vermeiden – und das Gärtnern und Ernten in vollen Zügen geniessen.

Eveline Dudda, Hinterforst

www.spriessbuerger.ch

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