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Der 19-jährige Thaler überzeugte die Jury mit seinen Tricks und kam zwei Runden weiter.
Der 19-jährige Thaler überzeugte die Jury mit seinen Tricks und kam zwei Runden weiter. (Bild: Jay__199)

An der ersten WM den Halbfinal erreicht

Remo Zollinger Kommentare

Jeromé Foré hat sich an der Wakeboard-Weltmeisterschaft in Rieti (I) auf  dem zehnten Platz klassiert.

Erstmals in seiner Karriere durfte Jeromé Foré sich mit den Besten der Welt messen. Seine Vorfreude darauf war riesig – ebenso ist es seine Freude nach dem Anlass. «Ich habe mein Ziel absolut erreicht», sagt der Thaler. Er wurde Zehnter, gehört also in seiner Kategorie zu den besten zehn Wakeboardern der Welt. Als Ziel hatte er sich eine Rangierung in den Top 20 gesetzt, «vielleicht unter den besten 15, wenn es gut läuft».

Es lief gut. Und das, obwohl das grosse Abenteuer Weltmeisterschaft stressig begonnen hatte. Zehn Minuten nach der Ankunft in Rieti stand bereits das Training auf dem Plan, was die Vorbereitung nicht erleichterte. Davon liess sich Jeromé Foré aber nicht aus dem Konzept bringen. Er hatte sich etwas vorgenommen, wollte das durchziehen und tat das auch.

Ohne schwierigen Umweg den Viertelfinal erreicht

Im Qualifikationslauf zeigte er eine starke Leistung. Mit 44,33 Punkten schaffte er es als Zweiter seines Heats direkt in den Viertelfinal und umging so das «Last Chance Qualifying», den schwierigen Umweg, den die nehmen müssen, die es nicht direkt in den Viertelfinal schaffen. «Bis auf einen Sprung habe ich meinen Lauf durchgefahren», sagt Foré. Es hat gereicht.

Die Weltmeisterschaft wurde per Live-Stream übertragen - inklusive Untertitel.

Am Viertelfinaltag waren die Bedingungen in Mittelitalien sehr schwierig. Es windete teils stark, was den Athleten zu schaffen machte. Beim Wakeboarden gelingen die Sprünge am besten, wenn das Wasser spiegelglatt ist. Das war an diesem Tag nicht so, «und viele haben versagt». Davon profitierte Jeromé Foré. In seinem Viertelfinalheat stürzten vor ihm der Argentinier Santino Robuschi und der Ukrainer Mykola Ieshchenko.

Weil aus diesem Lauf zwei Fahrer ausschieden und drei in den Halbfinal kamen, standen die Chancen für den 19-Jährigen sehr gut. Und er wusste sie zu nutzen. «Ich bin dann taktisch gefahren und habe einen sicheren Lauf  hingelegt», sagt Jeromé Foré. Für diesen bekam er 46,11 Punkte, was Rang zwei und den Halbfinaleinzug bedeutete.

«Vielleicht war ich im Halbfinal etwas zu nervös»

Nur noch zwölf Athleten waren dabei im Wettkampf – Foré war einer davon. Aber im Halbfinal war Schluss, die 23,00 Punkte reichen nicht für die Finalqualifikation. «Die Bedingungen waren wieder schwierig, aber es lag nur an mir selbst. Vielleicht war ich etwas zu nervös», sagt der Thaler. Mit dem zehnten Platz ist er aber sehr zufrieden; letztlich waren nur neun Fahrer besser als er.

Jeromé Foré bei seinem Viertelfinallauf in Rieti.

«Die jungen Italiener pushen sich zurzeit gegenseitig auf höchste Levels», sagte Foré vor der WM. Und am Anlass gab es die Bestätigung für diese Aussage: Stefano James Comollo gewann jeder seiner Läufe, so auch den Final, und durfte sich zurecht als Weltmeister ehren lassen. Auf Rang zwei schaffte es ein Brasilianer; es war Jair Souza, der nach der Quali noch den Umweg über die LCQ gemacht hatte. Dritter wurde mit Igor Colombo ein weiterer Italiener.

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