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Walzenhausen

Trotz brütender Hitze kamen 150 bis 200 Personen in den «Sonneblick».
Trotz brütender Hitze kamen 150 bis 200 Personen in den «Sonneblick». (Bild: pd)

Am Flüchtlingstag offene Türen im «Sonneblick»

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Die Stiftung Sonneblick führte ihr Jahresfest durch – verbunden mit einem Tag der offenen Tür im Asylzentrum.

Am eigentlichen Jahresfest der Stiftung nahmen rund 30 Personen teil, darunter viel Prominenz der beiden beteiligten Kantone Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen, so die Regierungsräte Yves Noël Balmer und Alfred Stricker, Direktverantwortliche des Asylbereichs, sowie Vertreter der kirchlichen Behörden und der Stiftung Sonneblick. Am Nachmittag gesellte sich auch Walzenhausens Gemeindepräsident Michael Litscher zu den Gästen.

Begrüsst wurden die Teilnehmenden von Zentrumsleiterin Ines Hausser und Stiftungsratspräsident Fredi Züst. Beide gaben ihrer Freude Ausdruck, dass der Neustart der Stiftung mit der Ausrichtung als Beherbergungsort für Asylsuchende nach langem Warten rundum gelungen sei, wie man nach einer Betriebszeit von nun gut 16 Monaten feststellen könne und wie es auch im jüngsten Jahresbericht dokumentiert ist. 

Wie Präsident Fredi Züst in Erinnerung rief, vergingen bis zur Betriebsaufnahme im Februar 2021 volle 1853 Tage, nachdem bekanntlich zahlreiche rechtliche Hürden zu überwinden waren. Züst dankte allen involvierten Personen für die Geduld und insbesondere der Zentrumsleitung für ihr grosses Engagement. Dass der Anlass des Jahresfests am nationalen Flüchtlingstag zusammen mit dem Tag der offenen Tür durchgeführt werden könne, hat eine spezielle Bedeutung. Denn der «Sonneblick» habe in den bald 90 Jahren seines Bestehens immer wieder und in ganz besonderen Situationen offene Türen gehabt für Personen, denen es in der Gesellschaft nicht so gut ging, so Züst. Die Gäste des Jahresfests, wie am Nachmittag auch die breite Bevölkerung, konnten in gut konzipierten Führungen einen vertieften Einblick in den Betrieb eines Asylzen­trums mit Integrationscharakter nehmen. Verschiedene Räume, von der Schule bis zu den Beschäftigungsräumen und den Schlafunterkünften, dazu die Infrastruktur wie Küche und Waschmaschinen, konnten besichtigt werden. 

Eine besondere Attraktion waren Schnupperlektionen in türkischer Sprache, wo man ei­nen Eindruck erhielt, wie umgekehrt fremdsprachige Menschen aus aller Welt mit Schwierigkeiten der deutschen Sprache konfrontiert werden, als Voraussetzung der Integration. (pd)

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