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Altstätten

(Bild: Arthur Gamsa)

Altstätten geht leer aus: Theaterprovisorium an Goldach vergeben

Sk/red. Kommentare

Die Regierung hat entschieden, das Theaterprovisorium an die Gemeinde Goldach zu vergeben. Die Gemeinde setzte sich gegen die Bewerbungen aus Altstätten und Buchs durch. In Goldach muss allerdings auch das Stimmvolk noch der Finanzierung für die Übernahme des Provisoriums zustimmen.

Nach der Ausschreibung im September letzten Jahres zeigten drei St.Galler Gemeinden Interesse an einer Übernahme des Theaterprovisoriums: Altstätten, Buchs und Goldach. Die Regierung prüfte daraufhin die Bewerbungen. Ihr Entscheid fiel nun auf die Gemeinde Goldach.

Der Kanton würdigt das Interesse der Gemeinden am Provisorium und deren Engagement für die Bewerbungen, heisst es in der Medienmitteilung der Staatskanzlei. Mit der Weitergabe des Provisoriums an Goldach habe eine nachhaltige Lösung für das Gebäude gefunden werden können.

Bei der Prüfung der Bewerbungen seien verschiedene Kriterien herangezogen worden. Dazu zählten die Zugänglichkeit für ein breites Publikum, der gemeinnützige Charakter und der kulturelle Mehrwert für die Gemeinde, Aspekte der Nachhaltigkeit und die Finanzierung. Ferner spielte auch der termingerechte Abbau des Provisoriums und die damit verbundene Abhängigkeit zur Sanierung des Theaters St.Gallen eine Rolle. Die Gemeinde Goldach erfülle mit ihrem Projekt diese Kriterien und habe die Finanzierung und Terminierung des Projektes nachvollziehbar darlegen können.

Sowohl der Kanton als auch die Gemeinde Goldach profitieren von der Weiternutzung des Provisoriums. Die Gemeinde kann ein Provisorium übernehmen, das in einem sehr guten Zustand ist. Die Gemeinde hat keinen eigentlichen Kaufpreis zu entrichten, sondern trägt die Kosten für den Abbau, den Transport, den Wiederaufbau sowie für das Land und die Vorbereitungsarbeiten am neuen Standort. Für den Kanton entfallen mit der Weitergabe des Provisoriums die Kosten für den Abbruch.

Das 1968 eröffnete Theater St.Gallen wird zurzeit saniert und erweitert. Um den Theaterbetrieb während der Bauarbeiten zu gewährleisten, erstellte der Kanton auf dem Unteren Brühl vor der Tonhalle in der Stadt St.Gallen ein provisorisches Theatergebäude. Das Provisorium ist 50 Meter lang und 26 Meter breit und fasst rund 500 Besucherinnen und Besucher.

Die Stadt Altstätten wollte das Provisorium auf die Allmend stellen, wo es unter anderem der Rhema als Veranstaltungshalle hätte dienen sollen.

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