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Heerbrugg

Die Mitglieder der Geschäftsleitung: Roland Bartholet, Stefan Frei (Vorsitzender), Andreas Reis, Reto Monsch (von links).
Die Mitglieder der Geschäftsleitung: Roland Bartholet, Stefan Frei (Vorsitzender), Andreas Reis, Reto Monsch (von links). (Bild: pd)

Alpha wächst im ersten Halbjahr

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Die Alpha Rheintal Bank steigerte den Geschäftsertrag und das Volumen im ersten Halbjahr. Die Bank investierte gezielt in den Ausbau und die Weiterentwicklung zum persönlichen und digitalen Bankdienstleister.

Erstmals in der Geschichte konnte die Alpha Rheintal Bank die Bilanzsumme auf über zwei Mil­liarden Franken steigern. Dies schreibt das Finanzunternehmen in einer Medienmitteilung.

Zur Ausweitung der Bilanzsumme auf 2045 Mio. Franken (+2,3 %) im ersten Semester 2017 haben unter anderem der Zufluss der Kundengelder in Form von Kontoguthaben und Kassenobligationen um 44,55 Mio. Franken beigetragen. Die Kundengelder erreichten ein Volumen von 1484 Mio. Franken (+3,1 %).

Das Wachstum der Kundenausleihungen konnte die Bank auf hohem Niveau fortsetzen. So erhöhten sich die gesamten Kundenausleihungen im Rahmen ihrer auf Qualität ausgerichteten Kreditvergabe um 43,584 Mio. Franken (+2,6 %) auf 1704 Mio. Franken. Davon entfiel der Hauptanteil auf Hypothekarausleihungen. Das sogenannte Deckungsverhältnis, das Verhältnis zwischen Kundengeldern und Kundenausleihungen, beträgt laut der Bank gute 87,1 %. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 stiegen die Aktienkurse und damit auch der Schweizer Leitindex (SMI). In diesem positiven Umfeld erhöhten sich die Depotvolumen und stiegen auf 1841,2 Mio. Franken (+7,3 %).

Erfolgsrechnung für das erste Semester

Die Alpha Rheintal Bank erzielte einen über den Erwartungen liegenden Halbjahresgewinn 2017 von 3,818 Mio. Franken, der das Vorjahresresultat übertrifft.

Die weiterhin tiefen Zinsen drücken auf den Ertrag des wichtigsten Ertragspfeilers der Bank. Der erwirtschaftete Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft liegt mit 8,049 Mio. Franken (-1,1 %) im ersten Halbjahr 2017 dennoch praktisch auf  Vorjahreshöhe. Das sei angesichts der Negativzinsen in einem wettbewerbsintensiven Markt besonders positiv zu werten, heisst es in der Medienmitteilung.

Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte der Ertrag auf 3,678 Mio. Franken (+15,5 %) gesteigert werden. Der Volumenrückgang im Währungspaar EUR/CHF widerspiegelt sich im Handelsgeschäft in einem tieferen Ertrag von 1,611 Mio. Franken (-8,9 %). Hingegen verbesserte sich der übrige ordentliche Erfolg auf 0,293 Mio. Franken (+528,9 %), da im aktuellen Jahr im Vergleich zum Vorjahr keine Wertberichtigungen auf den von der Bank gehaltenen Finanzanlagen vorgenommen werden mussten.

Die Bank steigerte die Gesamterträge aller Geschäftsbereiche im ersten Semester auf 13,631 Mio. Franken (+4,7 %). Als Folge des gezielten Ausbaus der Ressourcen für die persönliche Beratung und die Digitalisierung erhöhte sich der Geschäftsaufwand auf 8,64 Mio. Franken (+6 %). Nach Berücksichtigung der Abschreibungen, Rückstellungen und Steuern resultiert ein höherer Semestergewinn von 3,818 Mio. Franken (+1,5 %) gegenüber dem ersten Semester 2016.

Die Ertragsentwicklung im Zinsengeschäft bleibe herausfordernd, schreibt die Bank. Die Alpha Rheintal Bank geht derzeit, auch wenn die Zinsen am längeren Ende leicht angestiegen sind, weiter von einem tiefen Zinsniveau und einem anhaltenden Margendruck aus. Weiter werde sich zeigen, ob im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft der Rückenwind von den guten Märkten anhalten wird. Insgesamt blickt die Bank positiv auf das zweite Semester 2017.

Mit der gezielten Stärkung der persönlichen Beratung und dem beabsichtigten Ausbau der digitalen Kanäle eröffnet sich die Bank zusätzliche Möglichkeiten, die sich in Zukunft auszahlen sollen. Dank einer starken Eigenkapitalbasis und ihrem dualen Geschäftsmodell fühlt sich die Alpha Rheintal Bank gut auf Chancen und Herausforderungen vorbereitet und ist zuversichtlich, einen Jahresgewinn 2017 auf Vorjahresniveau zu erreichen.

Der Aktienkurs der Alpha Rheintal Bank

Der Aktienkurs der Alpha Rheintal Bank schloss am 30. Juni 2017 mit einem Kurs von 460 Franken. Er notierte im ersten Halbjahr 2017 zwischen 450 und 480 Franken. Ein grosser Teil der über 5000 Aktionärinnen und Aktionäre der Alpha Rheintal Bank kommt aus der Region, und niemand besitzt mehr als fünf Prozent der Aktien. (pd/red)