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(Bild: depositphotos/alexraths)

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Wieder die Glocken hören

Anlässlich der Neujahrsnacht gibt es ein «Gekrache, Geheule, eine Knallerei» von aufsteigenden Feuerwerkskörpern. Dieses unsägliche «Raketen in den Himmel schiessen» nervt mich und sicher auch andere. In unserem lebenswerten Rheintal sind wir das von früher nicht gewohnt – unsere Lebensphilosophie ist wahrlich eine andere. Seit ich weiss, läuten die Kirchenglocken um 23.30 Uhr das «alte Jahr» aus, dies auch aus Dankbarkeit. Auch im Jahr 2020 haben wir Früchte der Erde, Wasser, Luft, Sonne usw. geniessen dürfen. Ich weiss aber auch um die gesundheitlichen, weltpolitischen Fragestellungen, die uns in den vergangenen Monaten begleitet haben. Nichtsdestotrotz: Wenn die Uhren in der Silvester-/Neujahrsnacht 24 Uhr zeigen, erinnert uns der Glockenschlag daran, dass das neue Jahr beginnt und mit einem Glockengeläut freudig begrüsst und willkommen geheissen wird. Es ist aber seit ein paar Jahren nicht mehr möglich, dass der Glockenschlag und das Geläut der christlichen Kirchen auch nur ansatzweise gehört wird, das bedauere ich sehr.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ist es vielleicht in den kommenden Jahren wieder möglich, dass das Abbrennen von Feuerwerkskörpern stark reduziert wird? Mensch, Tier und Umwelt sagen Danke und haben Freude daran. Mit diesen Gedanken wünsche ich «e gsunds» 2021.

Ernst Nadig Sonnmattstrasse 5, St. Margrethen

Enttäuschte Familien

Wir wollten am 2. Januar abends mit unserem Besuch den Laternenweg in Altenrhein gehen. Im Internet stand, dass der Weg bis am 2. Januar um 23.59 Uhr beleuchtet ist. Als wir in Altenrhein ankamen, hatte man schon alles abgeräumt und wir mussten den Weg im Dunkeln gehen. Die Enttäuschung war sehr gross, vor allem auch bei unseren Grosskindern und bei unserem Besuch, der aus der Westschweiz angereist war. Viele Leute, die den Weg gehen wollten, waren enttäuscht, darunter waren viele Familien mit Kindern. Schade!

Verena Fehr, Widnau

Gedanken zu Silvester

Jetzt haben wir also den heiss ersehnten Jahreswechsel hinter uns und viele wünschen sich, es möge alles besser werden. Was war das für ein Geballer im Rheintal! Landauf, landab glaubten viele schon Stunden vorher, sie müssten die Welt aufs Neue und mit Lärm wachrufen. Die 3000 europäischen Wissenschaftler, die im Vorfeld zur Zusammenarbeit aufriefen, hätten das verpulverte Geld dringender nötig gehabt. Der Mensch braucht natürlich auch Vergnügen, um alles leichter zu ertragen. Die «Retter der Gesellschaft» sind sich auch nicht alle einig, und so wird vermutlich weitergewurstelt. Manches Leid kommt ans Tageslicht, aber vieles wird auch wieder vertuscht. Bleibt zum Schluss die Erkenntnis, dass jeder mit seinem Leben sorgsam umgehen sollte. 2021 wird dem Egoismus auch keine Grenzen setzen können.

Michael Schillmeier, Lüchingen

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