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Marbach

Anfang Juni wird Kirchgemeindepräsident Hans Hohl (rechts) das Zepter an den neu gewählten Hanspeter Rohner übergeben.
Anfang Juni wird Kirchgemeindepräsident Hans Hohl (rechts) das Zepter an den neu gewählten Hanspeter Rohner übergeben. (Bild: Ulrike Huber)

Abschied und Neuanfang

Gerhard Huber Kommentare

Anlässlich der ordentlichen Kirchgemeindeversammlung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Rebstein-Marbach wurde mit Hanspeter Rohner ein neuer Präsident gewählt und Hans Hohl verabschiedet.

Gerhard Huber

Elf Jahre lang übte Hans Hohl das Amt eines Präsidenten der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Rebstein aus. Seit zwei Jahren ist er Präsident der fusionierten Kirchgemeinde Rebstein-Marbach. «Ich habe diese Arbeit sehr gerne gemacht und nur Schönes und Bereicherndes erlebt», blickte Hans Hohl zum Abschluss der ordentlichen Kirch­gemeindeversammlung auf seine Amtszeit zurück. «Ich hatte das Privileg, schon nach drei Monaten Präsidentschaft die sonntägliche Predigt lesen zu dürfen. Wir durften in meiner Amtszeit das 225-Jahr-Jubiläum in Rebstein feiern. Ich habe mit Paul Zoller einen Pfarrer in die Pension verabschiedet und mit Renato Tolfo und Maren Büchel Nachfolger eingesetzt.» Und mit einem Augenzwinkern fasste Hans Hohl kurz zusammen: «Was soll man denn als Kirchgemeindepräsident noch alles machen?»

Paradebeispiel einer ­Kirchgemeindefusion

Tatsächlich hat er noch eine grosse Aufgabe erledigt. Denn die unter der Ägide von Präsident Hans Hohl in enger Zusammenarbeit mit seinem damaligen Pendant in Marbach, Kirchgemeindepräsidentin Heidi Gsell, erdachte und umgesetzte Vereinigung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinden Rebstein und Marbach ist eine veritable Erfolgsgeschichte geworden. Erst kürzlich erfolgte das Lob durch den Kantonalen Kirchenrat in St. Gallen, diese Vereinigung der Kirchgemeinden sei ein Paradebeispiel für eine ge­lungene Fusion gewesen. Der anlässlich der gestrigen Kirchgemeindeversammlung einstimmig frisch gewählte neue Präsident Hanspeter Rohner streute seinem Vorgänger in einer humorvollen und bewegenden Laudatio Rosen: «Unser Hans Hohl ist sich in all den Jahren nicht zu schade gewesen, die Ärmel aufzukrempeln und mitanzupacken. Er war ein Präsident, der vorangegangen ist und immer einen Weg aufgezeigt hat. Und wenn man in seinem Aufgabengebiet nicht weiterkam, fragte man einfach den Hans. Er wusste meistens einen Rat und ist einem auch zur Seite gestanden.»

Ein Privileg, der Gemeinde vorstehen zu dürfen

Als Ziele für die Zeit seiner Prä­sidentschaft nannte Rohner die endgültige Vollendung der Fusion der beiden Kirchgemeinden Rebstein und Marbach, die schon sehr weit vorangekommen sei. Er wolle offen sein für Veränderungen und von den Gemeindemitgliedern immer wissen, wo der Schuh drückt. «Es ist ein Privileg, dem Kirchenvorstand und der Kirchgemeinde vorstehen zu dürfen.»

Nicht nur Wahlen bildeten das Traktandum dieser Kirchgemeindeversammlung. Der Rechnungsabschluss 2016 und das Budget 2017 wurden einstimmig verabschiedet. Und wenn die budgetierten Bauvorhaben für dieses Jahr, wie die komplette Aussensanierung des Pfarrhauses Rebstein, die Sanierung des Hauses Sonnenhalde und die Dachsanierung der Kirche in Marbach durchgezogen werden, dann kommt eine Menge Arbeit auf den Neopräsidenten und seinen Kirchenvorstand zu.