rheintaler.ch

Rüthi

Die Schmuggler-Wandernacht war ein spannender Anlass für die ganze Familie.
Die Schmuggler-Wandernacht war ein spannender Anlass für die ganze Familie. (Bild: b)

400 auf den Spuren der Schmuggler

Kommentare

Zur Einstimmung auf die Inszenierung «Der Schmugglerkönig» hat die Freilichtbühne Rüthi am Samstag zu einer Schmuggler-Wandernacht eingeladen. Mit Erfolg, bildeten sich beim Start doch teils lange Schlangen.

Viele Familien aus dem Länder-Dreieck St. Galler Rheintal, Vorarlberg und Liechtenstein nutzten die Gelegenheit, an der Wanderung mit fröhlichem Ausklang am Ziel im Steinbruch Lienz teilzunehmen.

Wie der Veranstalter mitteilt, lag die Beteiligung bei knapp mehr als 400 Personen, die die Strecke vom Schlosswald in Salez, durchs Bangser Riet bis zum Ziel beim Zollamt Rüthi unter die Füsse nahmen.

Bei den Recherchen auf Geschichten gestossen

Die Wanderer hörten gleich am ersten Posten interessante Schmugglergeschichten. Vorgetragen wurden sie vom Autor des «Schmugglerkönigs», Kuno Bont. Er ist bei den Recherchen zum Theaterstück auf diese gestossen. Die Teilnehmer lernten hier, wie man auf leisen Sohlen geht, sich unsichtbar durchs Gelände bewegt und ohne Taschenlampe durch den Wald und die Nacht schleicht.

An anderer Stelle stärkten sie sich mit einer Fleischsuppe (Suppe mit Spatz), bevor es ins wirkliche Schmugglergebiet ging. Kostümierte aus dem Theaterstück hatten dort eine Grenzkontrolle aufgebaut. Die Wanderer waren erfinderisch: Ihre Aufgabe war es, die beim Start als Schmuggelgut erhaltenen Schoggi-Goldtaler zu verstecken. Was den meisten gut gelang.

Beim alten Grenzübergang in Bangs gab dann Schmugglerkönig-Regisseurin Simona Specker mit Crewmitgliedern einen Einblick in die Inszenierung, die am 8. September Premiere feiert.

Einsatzdemonstration der heutigen Grenzwache

Ein besonderer Höhepunkt war die Arbeits- und Einsatzdemonstration der Grenzwacht beim Zollübergang Rüthi. Der aus Rü­thi stammende Kommandant des Grenzwachtkorps, Markus Kob­ler, informierte über die Arbeit der Grenzwacht in der heutigen Zeit. Die Wanderer konnten an diesem Posten ein Nachtsichtgerät ausprobieren, sich in einen der Einsatzwagen setzen oder zuschauen, wie der Rauschgifthund arbeitet.

Am Ziel gab es für alle ein Erinnerungsfoto. Wer es geschafft hat, das Schmuggelgut bis ins Ziel zu bringen, bekam einen Bonus. Schliesslich klang die Schmugglerwanderung, die von der Internationalen Rheinregulierung aus Anlass ihres 125-Jahr-Jubiläums unterstützt wurde, im Festzelt beim Steinbruch aus. Dort hatte die Wanderung begonnen und sie fand auch dort ihr Ende – mit viel Gemütlichkeit und dem Schmugglerlied. (b)

Hinweis

Für den «Schmugglerkönig» auf der Freilichtbühne Rüthi gibt es unter www.schmugglerkoenig.ch noch letzte Tickets.

Folge uns: