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Rüthi

31-Mio.-Projekt ist auf Kurs

Elmar Hürlimann Kommentare

Der geplante Hochwasserschutz am Binnenkanal sei auf Wegen, berichtete Präsident Roland Wälter an der DV des Zweckverbands Rheintaler Binnenkanalunternehmen.

Elmar Hürlimann

Die Stellungnahmen von Bund und Kanton zum Vorprojekt liegen nun vor: Der Hochwasserschutz ist notwendig, und die erhofften Subventionsbeiträge sind zugesichert. Doch würden auch weitere Verbesserungsmassnahmen eingefordert, erklärte Wälter an der Delegiertenversammlung des RBK-Zweckverbands im Rüthner Werkhofsaal. «Der Verwaltungsrat hat sich 2016 vor allem mit der Ausarbeitung des Hochwasserschutz-Vorprojekts, dem Abschluss des Notfallschutzkonzepts und der Ausarbeitung des künftigen Bau- und Unterhaltsperimeters beschäftigt», fasste Roland Wälter zusammen.

400000 Franken Gewinn, eine Million Eigenkapital

Die Delegierten nahmen den Geschäftsbericht des Präsidenten wohlwollend zur Kenntnis und genehmigten die Jahresrechnung 2016, den Voranschlag 2017 und die Finanzplanung 2018 bis 2022 diskussionslos. Da die Stellungnahmen von Bund und Kanton zum Vorprojekt länger auf sich warten liessen als erwartet und der RBK-Geschäftsführer Urs Müller seine Stelle erst per 1. Oktober antreten konnte, weist die Jahresrechnung wegen die­-sen Minderausgaben betreffend Hochwasserschutzprojekt und Löhne einen Gewinn von knapp 400000 Franken aus. Diesem gegenüber steht ein Gesamtaufwand von rund 800000 Franken. Das Eigenkapital beträgt nun rund eine Million Franken. Das Budget 2017 gestaltet sich bei einem Gesamtaufwand von 1,1 Mio. Franken ausgeglichen. Auch standen die Wahlen für die Amtsdauer 2017/2020 an.

Philipp Scheuble folgt auf Thomas Ammann

Dabei galt es, den zurückgetretenen Verwaltungsrat Thomas Ammann zu ersetzen. Ammann war seit 1999 im RBK-Verwaltungsrat und hatte sich stark für einen nachhaltigen Hochwasserschutz im Einklang zur Natur eingesetzt. «Für deine wertvolle Erfahrung, deinen grossen Einsatz und die weitsichtige Zusammenarbeit möchten wir dir herzlich danken», würdigte Roland Wälter seinen langjährigen Kollegen. Seine Nachfolge trat der neue Gemeindepräsident von Rüthi, Philipp Scheuble, an. Er wurde ebenso einstimmig gewählt wie die bisherigen Verwaltungsräte Rolf Huber, Christa Köppel und Christian Sepin sowie Verwaltungsratspräsident Roland Wälter. Als Mitglieder der Kontrollstelle wurden Christoph Hanselmann, Präsident (neu), Ivo Herrsche (bisher) und Daniel Mosch (neu) gewählt. An der DV verabschiedet wurde auch Silvio Müller, der als pflichtbewusster Rechnungsführer auf eine langjährige Tätigkeit zurückblicken kann. Neu übernimmt diese Aufgabe Geschäftsführer Urs Müller.

Verbesserung nötig, zwei Infoanlässe im Mai und Juni

Im Anschluss an die Delegiertenversammlung wurden die Mitglieder der Gemeinderäte von St. Margrethen bis Sennwald über den aktuellen Stand des Vorprojekts Hochwasserschutz informiert. Die Vorprüfungsverfahren bei Bund und Kanton sind nach mehreren Monaten nun abschlossen. Dabei wurde in den Stellungnahmen festgehalten, dass die Notwendigkeit ausgewiesen sei, und die erhofften Kostenbeteiligungen an das 31-Millionen-Projekt zugesichert würden. Doch seien im Rahmen des bevorstehenden Bauprojekts auch weitere Verbesserungen, u. a. im ökologischen Bereich, notwendig. Weiter erläuterte Roland Wälter die neu erarbeiteten Bau- und Unterhaltsperimeter.

An zwei öffentlichen Veranstaltungen wird die Bevölkerung aus erster Hand über den aktuellen Stand und den Abschluss des Vorprojekts informiert. Diese finden am 23. Mai in Diepoldsau und am 8. Juni in Oberriet statt. Die für das Hochwasserschutzprojekt eingesetzte Begleitgruppe und die landwirtschaftlichen Partner werden vorab separat eingeladen.