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Der Verkehr muss wegen der anstehenden Baumassnahmen lediglich tageweise gesperrt werden.
Der Verkehr muss wegen der anstehenden Baumassnahmen lediglich tageweise gesperrt werden. (Bild: Reto Martin)

15 Millionen für den Strassenbau

Astrid Zysset Kommentare

Das Ausserrhoder Strassenbauprogramm 2021 sieht elf Erhaltungsmassnahmen und vier Deckbelagsarbeiten vor.

Es ist ein eher ruhiger Sommer, dem der Ausserrhoder Kantonsingenieur Urban Keller entgegenblickt. Das Strassenbauprogramm enthält wenige grosse Baustellen, und auch die behindern den Verkehr nicht auf lange Sicht. «Grosse Einschränkungen wird es in den nachfolgenden Jahren mit dem Umbau des Bahnhofs Herisau noch genug geben», sagt Keller. Da dürften weniger weitreichendere Strassenbautätigkeiten 2021 eine willkommene Verschnaufpause darstellen.

Elf Erhaltungsmassnahmen und vier Deckbelagsarbeiten sind auf den Ausserrhoder Strassen in diesem Jahr vorgesehen. Das Investitionsvolumen von 15 Millionen Franken liegt «eine Spur tiefer als in den Jahren zuvor», so der Kantonsingenieur weiter. Einerseits habe sich aufgrund der neuen Nationalstrasse das Kantonsstrassennetz um 11 auf 216 Kilometer verringert (das Bundesamt für Strassen hat auf 1. Januar 2020 die Strassenachse Winkeln – Herisau – Waldstatt – Hundwil – Hargarten – Appenzell übernommen), andererseits gebe es bei einzelnen Projekten langwierige Verzögerungen.

Die Vorbereitungsarbeiten für die heuer anstehenden Baustellen sind hingegen bereits weit fortgeschritten, sodass Keller davon ausgeht, dass auch tatsächlich alle Projekte in diesem Jahr umgesetzt werden können. Allerdings, betont er, kann es immer noch zu Verzögerungen kommen, auch wenn der Landerwerb abgeschlossen ist und die Kredite gesprochen sind.

Ausbau Mittellandstrasse wird abgeschlossen

Als eines der wichtigsten Projekte in diesem Sommer gilt die letzte Etappe der Erneuerung der Ausserrhoder Hauptachse, auch Mittellandstrasse genannt. Die Strasse, die sich durch den ganzen Kanton zieht, war in die Jahre gekommen. Der Ausbaustandard entsprach vielerorts demjenigen der 60er-Jahre, Rad- und Gehwege fehlten, zudem waren die Strassenbeläge brüchig. Die Sanierung dauert bereits seit 20 Jahren an. Nun fehlen lediglich noch etwa 700 Meter zwischen Wald und Kaien. Die sollen in den kommenden Monaten ausgebaut werden. Kostenpunkt: rund 2,5 Millionen Franken.

Das teuerste Projekt im Strassenbauprogramm befindet sich derweilen in Lutzenberg. Dort ist der Ausbau der Strecke Bahnhof – Wienacht – Kapf mit einem Trottoir vorgesehen. 4,5 Millionen Franken sind hierfür veranschlagt. «Es ist auch das einzige Vorhaben in diesem Jahr, das zu umfangreich ist, als dass wir es bis zum Herbst abschliessen könnten», sagt Keller. Die Fertigstellung erfolgt 2022. Im Vorderland fällt weiter Walzenhausen ins Auge. Die Fahrbahn zwischen Moos – Ledi sei «am Ende», wie es der Kantonsingenieur formuliert. Eine Gesamterneuerung mit neuen Stützmauern ist vorgesehen. Neue Beläge erhält zudem der Abschnitt zwischen Platz und der Kantonsgrenze zu Innerrhoden bei Büriswilen. Unlängst in den Schlagzeilen waren auch der Ortsteil Aeschi und die Deponie Heldholz. Dort kamen die Böschungen ins Rutschen. Beide Stellen werden diesen Sommer instand gestellt.

Im Mittelland ist unter anderem geplant, die Fussgängerübergänge beim Knoten Brugg in Speicher zu verbessern, um so die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Zwischen der ARA Teufen und dem Anschluss Sammelbüel soll die Fahrbahn verbreitert und ein normgerechter Radstreifen erstellt werden. Mit Kosten von zwei Millionen Franken gehört dieses Vorhaben ebenfalls zu den grösseren im Strassenbauprogramm. Im Hinterland wird ab April während zirka sechs Wochen der Fels beim Fürtli in Urnäsch abgetragen.

Weiter werden die Werkleitungen im Bereich der Mühle- wie auch Güterstrasse in Herisau erneuert. Diese Arbeiten gelten als die ersten im Rahmen des Jahrhundertprojekts Arealentwicklung Bahnhof. Die Hauptbautätigkeit folgt in den Jahren 2022 und 2023.

Keine grossen Verkehrsbehinderungen

Gemäss Urban Keller beinhalten alle Arbeiten keine weitreichenden Umfahrungen. Der Verkehr könne einspurig mit Rotlichtsignalen durch die Baustellen geführt werden. Einzig bei Belagsarbeiten müssten tageweise Sperrungen erfolgen. Diese würden aber rechtzeitig signalisiert und wenn möglich in die Ferienmonate gelegt.

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