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#1 Fan: MMA als Lebenseinstellung – Sport ist mehr als nur Sport

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Dominik ist passionierter Mixed-Martial-Arts-Kämpfer. Der Sport begleitet den Widnauer durch sein ganzes Leben. Wie er zu seiner Hingabe zum Kampfsport kam und was ihm der Sport bedeutet, verrät der 21-Jährige im Interview.

Name: Dominik Alter: 21 Wohnort: Widnau Beruf: Maurer

Warum bist du so fasziniert vom Kampfsport und dem MMA-Fighten (Mixed Martial Arts / gemischte Kampfkünste)?
Meine Eltern sind beide Kampfsportlehrer. Wie auch ich, kamen sie beide schon früh mit Kampfsport in Kontakt – ich bin also hineingeboren worden. Als ich fünf Jahre alt war, hat mich mein Vater ins Ringen geschickt, weil er fand, dass das für den Anfang der beste Sport sei. Dieser Sport ist für mich nicht einfach ein Sport an sich, sondern eine ganze Lebenseinstellung. Er beinhaltet alles; sei es Durchsetzungsvermögen, Zieldenken oder das Kämpfen. Werte, von denen man nicht unbedingt denkt, dass sie in einem Sport vorhanden sind. Genau diese Lebenseinstellung begleitet mich auf meinem Weg.

Du konntest bereits einige Erfolge feiern. Wie weit reist du an deine Kämpfe?
Ich bin 25-maliger Schweizer Meister im Ringen, zweimal Schweizer Meister im Boxen und im Brazilian Jiu-Jitsu bin ich Deutscher und Österreichischer Meister. Im Ringen bin ich im Nationalkader der Schweiz. Daher gehe ich auch an Europa- und Weltmeisterschaften. Jetzt, da ich mit der Lehre fertig bin, habe ich beispielsweise bereits Reisen nach Brasilien und Thailand gebucht, um dort trainieren zu gehen.

Gehst du auch gerne Kämpfe schauen?
MMA-Kämpfe zu schauen ist für mich faszinierend, da ich sehe, wie sich die Sportler vorbereiten und ich die ganze Stimmung erlebe, die dabei herrscht. Mein Vater leitet ein Gym mit vielen Fightern, die selber kämpfen, weshalb ich dort zuschauen kann.

Wie teuer ist der Sport?
Aus materieller Sicht ist er nicht teuer. Der Sport an sich kann aber teuer werden, da man für jede einzelne Sportart einen einzelnen Mitgliederbeitrag bei verschiedenen Vereinen zahlen muss. Da ich bei meinem Vater trainieren kann, ist das für mich nicht so. Wenn man auch noch Trainingslager besucht, kann das noch ganz anders aussehen.

Gibt es irgendwelche spezielle Ereignisse, die dir bisher widerfahren sind?
Es ist spannend, durch den Sport ständig neue Leute kennenzulernen. Auch wenn ich in ein Trainingslager gehe und für den Sport reise, kenne oder treffe ich dort verschiedenste Menschen. Man sieht, wie man im Vergleich zu anderen trainiert und was einem zur Verfügung steht. So sah ich beispielsweise in Russland, wie andere in einem Keller trainieren. Wenn man mit dem Sport reist, sieht und erlebt man Dinge, die man niemals erwartet hätte oder die einfach besonders sind. Man macht natürlich schöne und schlechte Erlebnisse.

Was sagen andere zu deiner Hingabe zum Sport?
Da gibt es geteilte Meinungen. Es kann sein, dass jemand es toll findet, dass ich Sport mache und wir dadurch ins Gespräch geraten. Einige finden das gut und machen vielleicht denselben Sport oder kennen jemanden, der diese Sportart praktiziert. Andere wiederum sind vielleicht nicht so begeistert.
Meine Eltern beispielsweise lieben den Sport genauso wie ich. Auch einige meiner Freunde sind davon fasziniert, worauf ich sie auch schon mit ins Training genommen habe und unterstützte. Teilweise wussten sie davor nicht unbedingt, was der Sport alles ist und sein kann.

Welche Auswirkungen hat deine Leidenschaft auf dich und dein Leben?
Ich liebe den Sport über alles. Mein Traum ist es, dass ich mich mein Leben lang mit diesem Sport auseinandersetzen kann, und dass er mich begleitet. Ich wüsste nicht, was ich ohne Training tun würde. Wenn ich beispielsweise gelangweilt zuhause sitze, dann gehe ich trainieren.

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