Der Gemeinderat berichtet nach der Abschlusssitzung mit der Geschäftsprüfungskommission vom 11. Februar mit Freude von einem sehr guten Rechnungsergebnis für das Jahr 2019. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Einnahmenüberschuss von 1,11 Mio. Franken gegenüber einem budgetierten Aufwandüberschuss von 247640 Franken ab. Der Ertragsüberschuss soll vollumfänglich in die Ausgleichsreserve eingelegt werden.
Die Reserven der politischen Gemeinde betragen per 31. Dezember des vergangenen Jahres 814362 Franken. Über die Gewinnverwendung wird an der Bürgerversammlung vom 20. März abgestimmt.
Das Budget 2020 beinhal-tet bei einem Volumen von
14,17 Mio. Franken Ertrag und 14,53 Mio. Franken Aufwand einen Aufwandüberschuss von 362380 Franken. Der Bürgerschaft wird an der Bürgerversammlung vom 20. März beantragt, den Steuerfuss um 10 % auf neu 119 % zu senken. Falls das Rechnungsdefizit im Jahr 2020 eintritt, könnte es über die Eigenkapitalreserve für künftige Aufwandüberschüsse oder über die Ausgleichsreserve gedeckt werden.
Neues Rechnungsmodell trug zum Ergebnis bei
Das wiederholt eingetretene positive Jahresergebnis hat den Gemeinderat dazu bewogen, erneut eine deutliche Senkung des Steuerfusses zu beantragen. Dies in der Meinung, dass die Bürgerschaft wiederum direkt vom Rechnungsergebnis profitieren soll.
Das neue Rechnungsmodell, das durch die Gemeinden seit
1. Januar 2019 angewendet werden muss, brachte diverse Veränderungen gegenüber der bisherigen Rechnungslegung. So müssen die Abschreibungen linear und konsequent nach der jeweiligen Nutzungsdauer vorgenommen werden. Dies führt unter anderem dazu, dass der Jahresgewinn nicht, wie früher praktiziert, direkt für zusätzli-che Abschreibungen verwendet werden kann.
Mit den heute bekannten Fakten ist die vom Gemeinderat beantragte Steuerfussreduktion auf 119 % für das Jahr 2020 in jeder Hinsicht vertretbar. Die aktuelle Steuerfusssenkung ist seit dem Jahr 2007 bereits die ach-te Reduktion des Steuerfusses
in der Politischen Gemeinde Rüthi.