06.10.2018

30plus-Lager feierte zehnten Geburtstag

Region Seit zehn Jahren wird das Blasorchester 30plus jährlich im Kultur- und Ferienzentrum Neu-Schönstatt in Quarten durchgeführt. Der Geburtstag wurde nun gefeiert – mit viel Musik und noch mehr Ehrerbietung. Nicht nur das Publikum, sondern auch der Dirigent und die Musikanten selbst wurden reich beschenkt.Das Rezept ist so simpel wie effektiv: Man nehme einen mu­sikalischen Leiter. Im besten Fall nicht irgendeinen musikalischen Leiter, sondern jemanden wie Markus Egger, seines Zeichens Dirigent der Bürgermusik Benken und ehemaliger Präsident der Musikkommission des St. Galler Blasmusikverbandes SGBV. Man gebe einen Dirigentenstab bei. Füge 70 bis 80 Musikantinnen und Musikanten – allesamt über 30 Jahre alt – hinzu und würze mit einem ansprechenden und vielseitigen Repertoire. Man vermenge die Masse unter ständigem Schwingen des Dirigentenstabes mit einer Prise Geduld und einem Krug Leidenschaft. Schliesslich lasse man sie im Kultur- und Ferienhaus Neu-Schönstatt in Quarten drei Tage lang ziehen. Das Resultat des Rezepts war ein musikalischer Leckerbissen ohnegleichen, serviert mit Freude und Witz. Rückblick auf die Anfänge des BlasorchestersSeit zehn Jahren erfreut sich das Projekt «Blasorchester 30plus» bei Musikantinnen und Musikanten des Kantons St. Gallen grosser Beliebtheit. Jedes Jahr füllen sich die Reihen des Lagers für Ü30-Musikanten in Quarten bis auf den letzten Platz – oft mit «Wiederholungstätern». Eigens für den ersten runden Geburtstag hielt Markus Müller, Ehrenpräsident des SGBV und Gründer des Projekts, eine Laudatio. Darin blickte er auf den Ursprung des 30plus zurück: So sei Müller mitverantwortlich für die Geburt des Projekts – «aber nicht nur ich». Während seiner Zeit als Kantonalpräsident des Verbandes, in die die Geburtsstunde des 30plus fällt, habe eine «funktionieren­-de und harmonisierende Musikkommission den Vorstand immer wieder mit neuen Projektideen beliefert», während er versuchte, die Ideen «umzusetzen und zur Marktreife zu bringen». Das gelungene Projekt sei nicht nur der Verdienst des Vorstandes und der Musikkommission: «Hätten nicht über all die zehn Jahre rund 70 Musikantinnen und Musikanten aus dem Kanton der Verbandsleitung ihr Vertrauen geschenkt, wären wir heute nicht da und könnten dieses wunderschöne Konzert nicht geniessen.»Uraufführung «We love Cha-Cha-Cha»Die Musik stand im Zeichen der Abwechslung, hielt doch Dirigent Egger und sein Korps von Märschen über böhmische und Latino- bis hin zur Filmmusik alles bereit. Während des einstündigen Konzerts stach ein Werk besonders hervor: Das eigens für den Anlass von Christoph Walter komponierte «We love Cha-Cha-Cha». Im Vorfeld hatte Egger das Werk als Auftragskomposition von Walter schreiben lassen, damit es am Samstag zur Urauf­führung gelangen konnte. Egger nutzte die Gunst der Stunde, um sich bei Siegenthaler mit einem kameradschaftlichen Händedruck und einem kleinen Honigpräsent zu bedanken.Mit einem Medley des Disney-Klassikers «The Beauty and the Beast» (Alan Menken) schloss das Projektorchester sein Konzert. Mit dem Marsch «Goldene Kameraden», dankte das Korps den Zuhörern für ihre Treue. (mk)

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